Meine Haltung zum Tarifkonflikt der Sozialen Berufe ist klar

Erklärung zur Unterstützung der Aufwertung im Sozial- und Erziehungsdienst

Für eine Stärkung sozialer Berufe

Für eine Stärkung sozialer Berufe

Seit Wochen befindet sich die Gewerkschaft ver.di in einer heftigen Auseinandersetzung um die Aufwertung der Tätigkeiten im Sozial- und Erziehungsdienst. Diese Auseinandersetzung belastet nicht nur die Streikenden, sondern auch die betroffenen Kinder, Eltern, Klienten und Kunden, die auf die sozialen Dienstleistungen angewiesen sind. Deshalb haben alle auf ein für beide Tarifparteien zufriedenstellendes Verhandlungsergebnis in der Verhandlungsrunde vom 1. bis 3. Juni 2015 gehofft. Diese Erwartung wurde leider nicht erfüllt. Der Streik ist derzeit ausgesetzt und es findet die Schlichtung statt.

In den vergangenen Jahren ist die Bedeutung der Arbeit des Sozial- und Erziehungs­dienstes für die Gesellschaft gestiegen, dies wurde selbst durch die Landesregierung NRW und die Ministerpräsidentin Hannelore Kraft durch ihr Motto: „Wir wollen kein Kind zurücklassen“ bekräftigt. Zum Teil ist dies auch durch politische Entscheidungen unterstrichen worden. Ich unterstütze deshalb die Forderung der Gewerkschaft ver.di nach Aufwertung der Berufe im Sozial- und Erziehungsdienst ausdrücklich. Um der zunehmenden Bedeutung der Sozialen Arbeit mit den ständig steigenden Anforderungen gerecht zu werden sowie dem zunehmenden Fachkräftemangel zu begegnen, ist es notwendig, den Sozial- und Erziehungs­dienst auch tariflich aufzuwerten. Vor dem Hintergrund der geforderten Qualifikationen und dem gleichzeitigem Zuwachs an Belastungen und Verantwortlichkeiten, drückt sich die gesellschaftliche Anerkennung der geleisteten Arbeit noch nicht in einer deutlich besseren Bezahlung der Beschäftigten aus.

Die Aufwertung im Sozial- und Erziehungsdienst kostet Geld. Aber das ist kein Grund, sie zu verwehren. Deutschland ist eins der reichsten Länder der Erde. Die Steuereinnahmen entwickeln sich günstig: 38 Milliarden Euro werden Bund, Länder und Gemeinden bis zum Jahr 2019 mehr einnehmen als bisher eingeplant – etwa acht Milliarden Euro zusätzlich pro Jahr. Geld ist genug da! Für soziale Arbeit wäre es nachhaltig genutzt und eine wesentliche Investition in die Zukunft unseres Landes. Untersuchungen zum Kosten-Nutzen-Verhältnis frühkindlicher Bildung zeigen, dass die Gesellschaft perspektivisch für jeden hier investierten Euro ein Mehrfaches an Ertrag zurückerhält.

 

 

 

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