Zukunftswerkstatt Einzelhandel in Alt-Erkrath / Bahnstraße

Volles Haus

Volles Haus bei der Zukunftswerkstatt Bahnstraße

Wie kann der Einzelhandelsstandort Alt-Erkrath und insbesondere die Fußgängerzone Bahnstraße weiter gestärkt werden, wie können mehr Kunden motiviert werden, „buy local“ zu fördern, hier vor Ort einzukaufen? Braucht es einen Standort-Manager und / oder Ansätze von City-Logistik, um Geschäfte in der Bahnstraße gezielter und mit weniger Autoverkehr zu beliefern und umgekehrt Waren aus der Bahnstraße an die Kunden im Stadtgebiet zu befördern? Wie können die vorhandenen und kostenfreien (!!!) Parkplätze an der Bahnstraße und drumherum besser auffindbar gemacht und  für Kaufkundschaft reserviert werden? Fragen, auf die Kaufleute, Wirtschaftskreis, Handwerkerkreis, Seniorenrat, Anwohner und Bahnstraßenbesucher eingingen und mit vielen kleinen Details und Vorschlägen ein Mosaik von Lösungsansätzen präsentierten, das Erkrath voran bringen kann. Ich hatte als Bürgermeisterkandidat eingeladen, mehr als 50 interessierte Gäste waren gekommen und hatten ihre Ideen, aber auch ihre Kritik mitgebracht. Ich hörte in erster Linie zu und informierte über IHK-Einzelhandelsumfragen, Einzelhandelskonzept, Parkraumbewirtschaftung und die Beschlusslage des Stadtrates.

Mehr davon soll erörtert werden und mit Fachleuten aus der Region bewertet werden.

„Kooperation von Vereinen und Gemeinschaften, Stadtteile stärken“ wird Thema eines Vortrages von René Dörnenburg bei dem von der städtischen Wirtschaftsförderung eingeladenen Runden Tisch am 19. Mai, 19.30 Uhr, ebenfalls im Frankenheimsaal, Bahnstr. 4, sein.

Zuvor noch wird am 5. Mai, 19.00 Uhr im Kurhaus eine neue Erkrather Gemeinschaft aus Geschäfts- und Privatleuten, Vereinen und Organisationen, die Erkrather Werbeban.de, gegründet werden.

(Foto: Uli Schimschock)

2 thoughts on “Zukunftswerkstatt Einzelhandel in Alt-Erkrath / Bahnstraße

  • Diskussion: „Die Bahnstraße darf nicht sterben“
    Erkrath. Unter dem Motto „Die Bahnstraße darf nicht sterben“ lud SPD-Bürgermeisterkandidat Detlef Ehlert zur Diskussionsrunde. Anwohner, Geschäftsleute und Politiker suchten nach Möglichkeiten, die Straße wieder attraktiver zu gestalten. Von Rabea Gruber

    Geteilte Meinungen herrschten dabei zu der Frage, ob die Bahnstraße eine Fußgängerzone bleiben soll. „In Mettmann hat die Öffnung der Oberstadt für den Autoverkehr zur Belebung beigetragen“, so Inge Berkenbusch, Vorsitzende der FDP-Fraktion. „Dort gibt es nun die Möglichkeit zum Kurzparken, so dass die Kunden nah an die Geschäfte herankommen.“ Dorothea Flebbe, Inhaberin der Pelikan-Apotheke, betonte die Notwendigkeit von Parkmöglichkeiten in der Bahnstraße: „So könnten sich ältere oder gehbehinderte Menschen vor die Geschäfte fahren lassen.“

    Ehlert erklärte, dass gemäß den aktuellen Möglichkeiten nur elf Parkplätze zwischen Garten- und Bavierstraße einzurichten sind. Anwohner befürchten daher einen Autostrom, der durch diese zusätzlichen Stellplätze nicht aufgefangen werden kann. Hans-Ulrich Zastrau, Mitglied des Seniorenrats, sprach sich dafür aus, umgebende Parkplätze und Tiefgaragen für Kunden zu öffnen und mit einem Parkleitsystem auf freie Plätze aufmerksam zu machen. Dadurch könnten die Kapazitäten besser genutzt werden. „Die Geschäfte an der Bahnstraße sind von diesen Parkplätzen aus gut zu erreichen“, sagte er.

    Fest steht, dass die Bahnstraße zunächst eine Fußgängerzone bleiben wird. Eine zweite Polleranlage auf Höhe der Schlüterstraße wurde bereits im Rat beschlossen. Sie soll die ohnehin verbotene Einfahrt in die Bahnstraße von dieser Seite aus verhindern. „Wir sollten uns bewusst machen, dass die Zukunft der Bahnstraße nicht allein davon abhängt, ob wir dort Autos zulassen oder nicht“, so Stadtkämmerer Thorsten Schmitz. „Ein neues Konzept muss an mehreren Stellen gleichzeitig ansetzen.“

    Frische Ideen für die Bahnstraße könnten bald von der neuen Werbegemeinschaft „Werbebande“ kommen. Deren Initiator Lutz Kraft bedauert, dass die Bahnstraße in der Öffentlichkeit so schlecht präsentiert wird. „Wir sollten mit den Vorzügen werben, denn es gibt hier viele Fachgeschäfte auf kleinem Raum.“ Das sei eine Stärke, die man sich zunutze machen könne. „Wenn die Unternehmer zusammenarbeiten, könnten wir öfter kleine Veranstaltungen wie etwa Modenschauen organisieren“, sagte Kraft. „Dazu brauchen wir aber auch Unterstützung von der Verwaltung.“ Kraft plant, auch Gewerbetreibende außerhalb der Bahnstraße einzubeziehen. „Das Wir-Gefühl in Erkrath muss wieder aufkommen.“
    Quelle: RP

  • Alt-Erkrath. „Die Bahnstraße darf nicht sterben!“ Mit diesem deutlichen Ausruf lud SPD-Bürgermeisterkandidat Detlef Ehlert gestern alle interessierten Bürger ein, gemeinsam mit der SPD Ratsfraktion Erkrath an einer offenen Diskussion zum Thema Bahnstraße und deren Fortbestand teiltzunehmen.

    Rund 30 Teilnehmer fanden sich im Kaiserhofsaal an der Bahnstraße 4 ein. Darunter Mieter, Eigentümer, Anwohner und vor allem Ladenbetreiber. Gemeinsam sollte nach Lösungen gesucht werden, um die Attraktivität der zentralen Fußgängerzone zu reaktivieren. Zunächst drehte sich der Gesprächverlauf unter der Leitung des SPD-Ortsverbandsvorsitzenden Dieter Becker allerdings im Kreis.

    Soll die Fußgängerzone auch den PKWs durch Parkbuchten dienlich sein? Verhindert Parksuchverkehr die Kaufkraft und könnte man diesen Zustand mit einem Parkleitsystem umgehen? Wie lange darf geparkt werden? Die Antworten gingen in schier entgegen gesetzte Richtungen. Fakt ist jedoch, dass der Rat mit seiner letzten Haushaltsplanung für das Jahr 2015 neue Schranken (Poller) für die Zufahrt von Seiten der Kreissparkasse auf den Weg gebracht hat. Der Bereich der Fußgängerzone ist demnach erstmal für die Fußgänger gesichert.

    Somit stellte sich den Beteiligten die nächste Frage. Ist die lokale Kaufkraft denn stark genug für eine Vielzahl kleinerer Fachgeschäfte? Thorsten Schmitz von der Wirtschaftsförderung Erkrath legte berechtigte Zweifel an den Tag. „Mit dem Baviercenter haben wir einen Kaufmagneten mit Lebensmittelmarkt und einer Drogerie geschaffen. Alle anderen Geschäfte müssen sich dem ergänzenden Warenangebot anpassen und die Kunden in die Fußgängerzone locken!“ Damit regte er zur Kernfrage des Abends an.

    „Was kann getan werden?“ Hoffnung könnte mit dem neuen Marketingprojekt werbeban.de aufkommen. Den Fokus möchte Ideengeber und Initiator Lutz Kraft auf die zahlreichen Fachgeschäfte Erkraths legen. „Dabei möchte ich auch die Geschäfte außerhalb der Bahnstraße einbeziehen“, so Kraft. Mit Veranstaltungen wie Modenschauen der ortsansässigen Bekleidungsgeschäfte möchte Kraft das WIR- Gefühl in Erkrath stärken. Die Gründungsversammlung soll am 5. Mai im Kurhaus stattfinden (Infos unter http://www.werbeban.de).

    Abschließend regte Erich Stockhausen, Inhaber von Rewe Stockhausen, nochmals die Gemüter zum nachdenken an- nämlich, was die Bahnstraße in wenigen Jahren darstellen soll!? „Wenn die Ladenbetreiber, die jetzt schon in die Jahre gekommen sind, ihren Betrieb aufgeben, stehen wir vor einem neuen Problem- die Suche nach Nachfolgern!“

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