Marita Jüngst in der RP: Kandidatenrunde mit vielen Bürgern

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Erkrath

Kandidatenrunde mit vielen Bürgern
Erkrath: Kandidatenrunde mit vielen Bürgern

Die Stadthalle Erkrath war gestern Abend bei der Diskussionsrunde sehr gut besucht. FOTO: achim blazy
Erkrath. Die drei Anwärter fürs Bürgermeisteramt stellten sich gestern in der Stadthalle den Fragen der Wähler. Von Marita Jüngst

Drei Männer wollen im September Bürgermeister von Erkrath werden: Christoph Schultz (CDU), Detlef Ehlert (SPD) und Reinhard Knitsch (Grüne). Um diesen Posten zu bekommen, müssen sie keinen Personalchef von sich überzeugen, sondern die Wähler. Eine erste Gelegenheit, dies im größeren Rahmen zu tun, hatten die Drei gestern Abend in der Stadthalle Erkrath. Der Seniorenrat hatte zu einer ersten Diskussionsrunde mit den Kandidaten eingeladen. Die war sehr gut besucht, „nur leider sind sehr wenig junge Menschen gekommen“, sagte Timo Kremerius, Vorsitzender des Seniorenrats und Moderator des Abends.

Wer einen Job haben will, muss sich erst mal vorstellen, erklären, welche Ziele er hat und schließlich die Fragen der Bürger beantworten. Genau nach diesem Schema war auch die gestrige Veranstaltung aufgebaut.

Thema Heimvorteil Detlef Ehlert (56) ist in Erkrath geboren und lebt seither dort. Er engagiert sich seit Jahren im Stadtrat und ist ehrenamtlich aktiv. Er ist bekannt in der Stadt. Ebenso Reinhard Knitsch (53), der zwar nicht in Erkrath geboren wurde, aber schon in seiner Jugend dorthin zog. Ebenso wie Ehlert ist er seit Jahren mit dem politischen Geschehen der Stadt bestens vertraut. Christoph Schultz dagegen kommt aus dem benachbarten Unterbach. Für ihn kein Nachteil: „Ich habe so einen unbefangenen Blick auf die Stadt“. Außerdem wird er im August nach Erkrath ziehen.

Thema Aufgaben Ein Bürgermeister ist nicht nur Chef der Verwaltung, er muss sich auch um die Bürger kümmern. Da waren sich die drei Kandidaten einig: Ein offenes Ohr haben wie Ehlert, sich mit der Stadt verbunden fühlen wie Knitsch und „mit den Bürgern kommunizieren wie Schultz. Der hatte auch gleich eine Idee aus seinem politischen Bezirk Unterbach mitgebracht. „Ich möchte mindestens einmal im Jahr mit der Verwaltung in jeden Stadtteil gehen, um dort mit den Bürgern ins Gespräch kommen.“

Thema Mehrheiten Da liegt der Vorteil bei Christoph Schultz, denn würde er Bürgermeister, hätte er die Mehrheit des Rates hinter sich. „Es ist leichter, wenn der Bürgermeister die Farbe der Mehrheit hat.“ Detlef Ehlert setzt auf Kommunikation, will als Bürgermeister die Fraktionen bei strittigen Fragen an einen Tisch holen, um den dann mit einem Konsens zu verlassen. Reinhard Knitsch erklärt, dass der Bürgermeister im Kräftespiel der Mehrheiten auch eine Stimme habe und auf Dinge durchaus Einfluss nehmen könne.

Quelle: RP

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