Neue Chance für die Grundschule Falkenstraße?

Et jibbt Dinge, die jibbet nitt. Wie die CDU Erkrath und die Beständigkeit ihrer Meinungen. Neuester Beleg dafür ist die heutige Sitzung des Schulausschusses. Dort wurde beschlossen, dass eine Planungsgruppe der Stadtverwaltung, des Kreisschulamtes und der Gemeinschaftsgrundschule Erkrath (jetzt kurz: Falkenstraße genannt), Alternativen für die Zukunft der Schule sowohl am Standort Falkenstraße durch Erweiterung und Umbau wie auch als Neubau an der Freiheitsstraße untersuchen soll.

Im November 2013 hatten BmU, CDU und FDP noch auf der Basis damals unvollständiger Daten und ohne Beteiligung der Schulmitwirkungsgremien der Schule selbst oder etwa der ebenfalls betroffenen Johannesschule beschlossen, dass ein Neubau an die Freiheitsstraße kommen solle.

Davon wollte die CDU heute nichts mehr wissen. Die Variante Neubau sei „zu berücksichtigen“ heiße doch nicht, so der Sprecher der CDU im Ausschuss, Marc Hildebrand, dass dort gebaut werden müsse… Verstehe die Welt, wer will.

Auch die BmU schlug eine Volte nach der anderen. Die FDP zeigte sich angesichts dessen orientierungslos.

Die SPD hatte sich entschieden, dass wenn eine große Mehrheit für einen Neubau sei, wenigstens eine „gescheite Lösung“ dabei herauskommen müsse. Also eine Schule mit drei Klassen je Jahrgang, in einem Gebäude, das Klassen mit je zwei Nebenräumen für besondere Anforderungen des Montessori-Pädagogik-Konzepts und zur Berücksichtigung von Inklusion (Kinder mit Handicaps müssen genau so beschult und entsprechend gefördert werden wie alle anderen auch) vorsehe. Und in der auch Ganztagsbetreuung für alle Kinder der Schule gemacht werden könne.

Doch was geschah: Die CDU konnte sich nicht mehr so recht an den Novemberbeschluss erinnern oder deutete den einfach um.

Gut, mindestens 11 Millionen für ein solches Schulbauprojekt gegenüber vielleicht vier Millionen für Verlagerung der Kindertagesstätte und für einen Erweiterungsbau an der Falkenstraße ist schon eine deutliche Anforderung an den städtischen Haushalt und die Stadtverwaltung. Das hätte als Argument für einen Meinungswechsel genügen können, aber das spielte heute keine Rolle. Die CDU hätte nie beschlossen, dass an der Freiheitsstraße neu gebaut werden müsse, heißt es jetzt. Wie ich bereits schrieb: was es nicht alles gibt.

Der Ausschuss hat nunmehr beschlossen, dass alle Varianten eines Neubaus und einer Erweiterung noch einmal aufbereitet und auf den Tisch gelegt werden sollten. Das wird dauern.

Bis dahin will die Verwaltung übrigens etwa künftig Erkrath zugewiesene Flüchtlinge und Asylbegehrende in Räumlichkeiten der ehemaligen Albert-Schweitzer-Schule unterbringen. Auch das kann dauern. Zukunftsweisende und verlässliche Entscheidungen zur Schullandschaft in der Stadt sind so sicher nicht zu erwarten. Leider.

Da muss ein Politikwechsel, da muss ein Mehrheitswechsel her. Dafür arbeite ich. Wir wollen am 25. Mai bei der Kommunalwahl als SPD-Fraktion deutlich zulegen und im nächsten Jahr den Bürgermeister stellen, damit dieser Zick-Zack-Kurs aufhört!

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