VRR bestätigt die „drohende Schließung des Bahnübergangs“ in Hochdahl

Ich habe gerade ein Schreiben des Vorstandschefs des Verkehrsverbundes Rhein-Ruhr, Husmann, bekommen, in dem der ausdrücklich die „drohende Schließung des Bahnübergangs im August diesen Jahres und somit zur Versagung des barrierefreien Überwegs über die Gleisanlagen“ bestätigt… Weiter führt Husmann aus, dass der VRR mit der Bahn reden wolle, ob die Rampe nicht ohne sogenannte Betriebspausen gebaut werden könne, was dann früher als 2015 möglich sein könnte. 2015 scheint aber jetzt das Datum zu sein, an dem frühestens mit dem Bau eines Aufzugs zum Bahnsteig begonnen werden kann.

Das ist ein starkes Stück! VRR und Bahn sollen nicht reden, sondern handeln, der Bahnübergang muss offen bleiben, bis die Rampe fertig ist. Und mit deren Bau muss unverzüglich begonnen werden!

Die SPD hält an ihrer Unterschriftenaktion für genau dieses Ziel fest. Am Samstag, 26. Januar, bin ich mit Mitgliedern der Ratsfraktion und dem SPD-Landtagsabgeordneten Manfred Krick zwischen 9.30 und 12.00 Uhr am Posthorn in Hochdahl, um zu informieren und Unterschriften zu sammeln.

Und gemeinsam mit dem SPD-Ortsverein Hochdahl werden wir die Unterschriftenaktion weiter führen am Donnerstag, 31. Januar, 10.00 – 12.30 Uhr, auf dem Hochdahler Markt, bei Edeka!

2 thoughts on “VRR bestätigt die „drohende Schließung des Bahnübergangs“ in Hochdahl

  • Ich kann mich der Meinung von Frau Kremerius nur anschließen. Wenn die S-Bahnstation Hochdahl mit der zugehörigen Unterführung endlich barrierefrei umgebaut würde, wäre das ganze Problem vom Tisch. Es ist eine Schande wie leichtfertig die Deutsche Bahn und der VRR mit Bedürfnissen von Menschen, insbesondere von Menschen mit Handicap umgehen. Baut endlich den Bahnhof um, so dass er barrierefrei gestaltet ist!

  • Im Namen meiner Selbsthilfegruppe „MS-Treff Erkrath“ bin ich entsetzt, dass der seit Jahren dringend erwartete behindertengerechte Umbau des Hochdahler Bahnhofes und des Übergangs ganz eingestellt werden soll. Alleine aus meiner Gruppe wohnen drei Multiple Sklerose-Betroffene, die auf einen Rollstuhl angewiesen sind direkt am Bahnhof (Hildenerstraße), zudem stehen direkt am Bahnhof Wohnkomplexe für ältere und behinderte Menschen, außerdem ist an der Hildenerstraße das Altenwohheim und der Treffpunkt für ältere und behinderte Menschen der Johanniter. So beschwerlich und kaum möglich es seit Jahren für diese vielen Menschen, die unmittelbar am Bahnhof wohnen ist, weg zu fahren oder anzukommen. Jetzt wird es so gut wie unmöglich. In meiner MS-Gruppe sind viele Menschen, die gehbehindert, mit Rollator oder Rollstuhl, sie nutzen diesen Bahnhof unter immens erschwerten Bedingungen um sich zu treffen, was ihnen ein Stück Lebensqualität bringt und all das soll einfach gestrichen werden. Kümmert sich denn niemand mehr um die Einhaltung von Gesetzen? Seit 2002 gibt es das Gesetz der“ Gleichstellung für Behinderte“ darin u.a. die “ Verpflichtung zur Barrierefreiheit in den Bereichen Bau und Verkehr“, seit 2006 Jahren steht in dem Gesetz „Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz“ aufgrund Europäischer Richtlinien, explizit „Barrierefreiheit“, was darunter zu verstehen ist und wie und wo es ausgeführt werden muss. Eine große Kampagne zur „Inklusion“ wird überall lautstark vertreten, aber die Bahn und der Verkehrsverbund entscheiden selbstherrlich ein Dienst für ältere, behinderte und in diesem Fall, für alle Anwohner und Besucher eines Großteils von Hochdahl, schätzungsweise 15.000 Menschen ist nicht nötig. Falls es noch nicht deutlich geworden sein sollte, ich bin dagegen.

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