Bürgerpreis 2011 für die Freiwillige Feuerwehr Erkrath

Ich hatte es für die SPD schon mehrfach angeregt, der Haupt- und Finanzauschuss des Rates hat meinem Vorschlag in diesem Jahr zugestimmt und damit seine mehrheitliche Ablehnung vom Vorjahr endlich korrigiert. So erhielt Feuerwehrmann Thomas Neugebauer aus den Händen des Bürgermeisters in der Ratssitzung am 3. Mai den Bürgerinnen- und Bürger-Preis der Stadt Erkrath 2011 überreicht. Neugebauer nahm den vom Rat der Stadt verliehenen Preis stellvertretend für seine Kameradinnen und Kameraden entgegen, weil er selber in diesem Jahr einer besonderen Ehrung zuteil werden wird. Er hält für 35 Jahre in der freiwilligen Wehr ein beonderes Ehrenabzeichen.

Bürgermeister Werner hatte in seiner Laudatio den Antrag der SPD vorgetragen, in dem ich formuliert hatte:

„Die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr leisten nicht nur zum Wohle der Menschen und im Interesse der Stadt ehrenamtlich äußerst wertvolle Arbeit, sondern sie tragen auch außerhalb der eigentlichen feuerwehrtechnischen Hilfe und Rettungs­dienste zum gesellschaftlichen Leben durch ihre Jugendarbeit, ihre Beteili­gung an öffentlichen Ereignissen (eigene Kulturveranstaltungen, Teilnahme am Volkstrauertag, an Volksfesten und Martinszügen usw.) in hohem Maße bei.

 Eine Ehrung der Feuerwehr-Aktiven zollt nicht nur deren Leistungen Respekt, sondern dient zugleich auch dazu, das Ansehen des Ehrenamtes im Allge­mei­nen und das der „Blauröcke“ im Besonderen zu stärken.

Der Leiter der Freiwilligen Feuerwehr Erkrath, Guido Vogt, bedankte sich für die Verleihung des Bürgerpreises an die Freiwillige Feuerwehr Erkrath mit dieser Rede:

„Heute erhält die Freiwillige Feuerwehr im 112. Jahr ihres Bestehens den Bürgerpreis der Stadt Erkrath für das Jahr 2011.

Darüber freuen wir uns sehr.

Wir, das sind 92 Frauen und Männer der aktiven Einsatzabteilung der drei Löschzüge, aber auch 30 Kinder und Jugendliche bei der Jugendfeuerwehr und keinesfalls zu vergessen 23 ältere Herren der Ehrenabteilung und ganz besonders auch die Witwen unserer bereits verstorbenen Kameraden.

Freiwillige Feuerwehr Erkrath bedeutet aber auch hinter jedem Feuerwehrangehörigen eine Familie, die das Ehrenamt bei der Feuerwehr bedingungslos unterstützt. Häufig auch durch Entbehrungen, dadurch dass der  Ehemann, die Ehefrau, der Freund oder die Freundin, der Papa oder die Mama wieder mal kurz weg sind. 

Wir tragen das Ehrenamt schon in unserem Namen, denn wir sind eine freiwillige Feuerwehr.

Den heute verliehenen Bürgerpreis der Stadt Erkrath nehmen wir mit Stolz und Dankbarkeit sehr gerne an.

Wir hoffen, dass wir ein Zeichen setzen können, denn Ehrenamt, freiwilliges Engagement, ist eine Chance für jeden Einzelnen sich einzumischen und mit zu gestalten.Freiwilliges Engagement ist nicht nur Hilfe für andere, sondern bedeutet auch persönliche Weiterentwicklung.

Heute wird Ehrenamt zunehmend gleichbedeutend mit dem Begriff „Freiwilligenarbeit“ gesetzt.

Unser Ehrenamt ist oft schwere Arbeit, körperlich und psychisch; uns ist es aber wichtig darzustellen, dass wir keine Arbeiterinnen und Arbeiter im herkömmlichen Sinne sind, sondern es eine Ehre für uns ist dieses als angenommenes Amt auszuführen; ein Ehrenamt eben.

In Deutschland sind 23 Millionen Menschen über 14 Jahren ehrenamtlich in Vereinen, Verbänden, Initiativen oder Kirchen tätig. In Europa sollen es mehr als 100 Millionen Freiwillige sein.

Ein schöner Grund, dass wir als Freiwillige Feuerwehr stellvertretend für alle engagierten und ehrenamtlich tätigen Bürgerinnen und Bürger unserer Stadt heute den Bürgerpreis der Stadt Erkrath entgegennehmen durften.

Schließen möchte ich mit einem Zitat des ehemaligen Bundespräsidenten Horst Köhler aus seiner Berliner Rede vom 17.06.2008:

„Es sollte viel mehr Jubel und Anerkennung geben – vom Blumenstrauß in der Gemeinderatssitzung bis zum Ehrenplatz bei einer Aufführung des Stadttheaters – Jubel und Anerkennung für alle, die sich engagieren und etwas auf die Beine bringen, was dem guten Miteinander dient. Das alles stärkt unsere Bürgergesellschaft und hilft dadurch mit, unsere Vielfalt zu verbinden zu einem guten Ganzen.“

Herzlichen Dank!“

Was die Westdeutsche Zeitung dazu schreibt steht hier.

 

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