SchülerInnen lernen Kommunalpolitik hautnah kennen

Wäre das nicht auch was für uns in Erkrath? In Lengerich probierten Schülerinnen und Schüler den kommunalpolitschen Alltag und begleiteten dafür Gemeinderatsmitglieder bei ihren Aufgaben. Das wäre doch auch eine lohnende Idee für Erkrath?

http://www.kommunalinformationen.de/06_12+f72910f821du1f2190fuf0329ph/m_01.html

 

Gute Noten von den Schülern

Erstmals ist in Lengerich (NRW) das KidS-Projekt gelaufen. Kommunalpolitik in die Schulen – 11 Neuntklässler haben vier Wochen lang Ratsmitglieder begleitet und Einblick in kommunalpolitische Handlungsfelder erhalten. Einblick in politische Willenbildungsprozesse, damit politischem Desinteresse entgegen gewirkt wird. Ein Ziel des Projekts Kommunalpolitik in die Schulen (KidS), das Premiere in Lengerich hatte. Unter dem Strich, da sind sich Neuntklässler und Kommunalpolitiker einig, ein guter Ansatz. Elf Schüler haben sich vier Wochen lang auf die Wege der lokalen Politik begeben. Jeweils mit einem Mentor aus den Reihen der Ratsmitglieder als „Scout“ durch den vermeintlichen Dschungel. Nach der jüngsten Ratssitzung haben sich Jugendliche und Mentoren zusammengesetzt. Mehr Erklärungen und eine bessere Einbindung – dass sind die beiden Wünsche, die auf den anonym ausgefüllten Fragebogen von den Neuntklässlern immer wieder genannt werden. Dass in der Endphase des Projekts die Schüler neben der Politik auch noch ihr Schulpraktikum ableisten müssen, führt unweigerlich zu Terminproblemen Ein Wunsch deshalb: Die Dauer des Projekts über einen Sitzungsdurchgang hinaus ausdehnen. Dass es die Schüler nicht leid geworden sind, mag auch mit zwei extrem kurzen Sitzungen zu tun haben. Im Schul- und im Sozialausschuss standen keine großen Entscheidungen an. „Dennoch ist es gut gelaufen“, meint Sozialdemokrat Ulrich Jermis. Klaus Reiher lobt, dass sich „die Jugendlichen Zeit genommen haben und immer da waren“. Das Angebot des Christdemokraten gilt auch von den anderen Fraktionen: „Die Mentoren stehen weiterhin zur Verfügung.“ „Es ist sehr gut gestartet und es gab gute Gespräche“, fasst Ulrich Weiß seine Eindrücke zusammen. Was der Bündnisgrüne bedauert: „Die Praktika kamen dazwischen und haben es nicht einfacher gemacht.“ Seine Fraktionskollegin Anne Engelhardt wünscht sich eine bessere Vorinformation der Schüler, „beispielsweise durch den Politik-Unterricht“. Zustimmendes Nicken in der Runde. „Ich würde es noch einmal machen“, sagt ein Projekt-Teilnehmer und lobt die guten Informationen. „Interessant und informativ“, fasst sein Nebenmann die Eindrücke zusammen und ergänzt: „Es hätte ruhig etwas länger laufen können.“

Westfälische Nachrichten, 29.03.2012

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