Gastbeitrag: Winfried Hoffmann zum Stadttempo Erkrath

Ich bin für ein weitgehend vollständiges Tempolimit
in der Stadt Erkrath. Als Autofahrer erscheint Tempo 30 sehr langsam, als
Radfahrer aber schon recht schnell und als Fußgänger, da denke ich oft, wenn ich
jetzt irgendwie stolpern würde, das wäre tödlich. Und wir haben in Alt-Erkrath
drei Heime für ältere Mitbürger!!!!

Immer schneller, das kann es nicht sein. Wir müssen
zu einer Verlangsamung unseres gesamten Lebens kommen. Das fängt beim
Terminkalender an und hört beim Autofahren nicht auf.

Tempo 50 und Fußgänger (besonders Kinder und ältere
Menschen), das passt einfach nicht zusammen, geht nicht gut.

Es gibt übrigens nicht nur in Erkrath erheblich
mehr Fußgänger als Autofahrer, diese nehmen aber viel mehr Platz ein (das Auto
selbst und der Raumbedarf an Straßenfläche) , kosten die Stadt erheblich mehr
(Straßenbau und -Unterhaltung), machen mehr Lärm und verbrauchen erheblich
mehr Sauerstoff der Luft und produzieren mehr klimaschädliche
Abgase.

Übrigens: wem Tempo 30 zu langsam ist, dem empfehle
ich das Fahrrad, weil es innerorts nicht zu schlagen ist: schnell (weíl kein
Parkplatz zu suchen ist), fast geräuschlos, unschlagbar billig, schont die Luft,
trägt zur Gesundheit bei und beansprucht wesentlich weniger Straßenfläche,
kommt also für die Stadt (und uns Steuerzahler !!!) erheblich preiswerter, als
wenn man sich mit 1,5 bis zu 2 Tonnen (Geländewagen)  dick und breit
macht.

Ein Auto ist ein sinnvolles Gefährt, wenn es darum
geht mittlere oder größere Distanzen zu überwinden, wenn man auch noch etwas
transportieren muss und wenn das Angebot der öffentlichen Verkehrsmittel dazu
sehr ungünstig ist. Aber nach Düsseldorf mit dem Auto zu fahren, ist eigentlich
nur dumm.

Mit freundlichen Grüßen!

Winfried Hoffmann

One thought on “Gastbeitrag: Winfried Hoffmann zum Stadttempo Erkrath

  • Also, Tempo 30 ist ja nicht schlecht. Aber nicht überall.
    Da wo Schulen, Kindergärten oder Altersheime sind, okay.
    Müsste man da nicht dann die Busfahrpläne ändern? Die brauchen ja dann länger zum Bahnhof.

    Ja, die Fußgänger: Was mir besonders auffällt wenn ich durch Erkrath fahre, die älteren Menschen, schauen nicht nach rechts und nicht nach links, wenn sie die Straße überqueren wollen! Die laufen einfach los, denn sie meinen, sie hätten auf jeden Fall „Vorfahrt“, auch wenn da kein Zebrastreifen ist. Auch die 10 – 20 me weit entfernte Ampel wird von diesen nicht benutzt. Es gibt in Erkrath extra Radwege, doch die werden nicht immer benutzt von den Mitbürgern. Zu unseren Kinder sage ich nur: Da wo ich wohne, gehen die meisten Kinder erst hinter der Ampel über die Straße.

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