Wie geht es weiter mit der Schullandschaft in Erkrath?

Teil II:

In Erkrath tobt wieder eine heftige Auseinandersetzung um die künftige Grundschullandschaft. Im Ortsteil Alt-Erkrath soll das in diesen Tagen – vom 27. bis 29. Oktober – statt findende Anmeldeverfahren für die drei Grundschule erweisen, welche der drei Schulen unbestritten eigenständig fort geführt werden kann. Ob die Bavierschule erneut die Mindestzahl von 18 Kindern für einen ersten Jahrgang im Schuljahr 2011/12 aufweisen kann oder nicht, ist dabei zentrale Voraussetzungen für alle weiteren Entscheidungen.

Ich will hier meine Meinung zum Thema vor allem im Dialog mit Menschen exemplarisch aufzeigen, mit denen ich mich darüber schriftlich, per Mail, ausgetauscht habe. 

Der Schriftwechsel wird daher eins zu eins wiedergegeben, Fehler in der Rechtschreibung oder Mängel in der optischen Gestaltung bitte ich nachzusehen.

Und damit geht es weiter:

Lieber Herr H,

 

drei Anmerkungen möchte ich gern zu Ihren Ausführungen machen.

 

Die FDP-Vorsitzende war weniger voreilig als entweder der Sache nicht gewachsen oder sie legt es auf Verwirrung stiften an und lügt deshalb. Frau Bartz hatte die Position der Schule Falkenstraße unmissverständlich klar gemacht, da kann es keinerlei andere Auslegung zu geben.

 

Was ich mit in der Pflicht gegenüber der BmU meine ist nicht, dass wir für den Fall der  18+ an der Bavierschule einen Verbund nachträglich beschließen würden, denn das würden wir auf keinen Fall tun. Es geht darum, dass wir bei einem knapp die 18 verfehlenden Anmeldeergebnis den Verbundantrag mittragen würden/müssten.

 

Von dem famosen Antrag der Grünen habe ich auch gelesen – und mich wieder ebenso erschrocken wie massiv geärgert. Die werten Kollegen machen sich das ziemlich einfach. Oder sie sind so perfide. Zu „garantieren“, dass alle OGS-Anmeldungen berücksichtigt werden (und übrigens bisher vehement abzulehnen, dass Teile der OGS-Betreuung der Falkenstraße in der Düsselstraße stattfinden sollten…), ist nicht einmal mehr wohlfeil.

 

Die Finanzlage der Stadt ist dermaßen mies, dass wir so gut wie unausweislich 2011 im Nothaushaltsrecht landen werden. Das bedeutet, dass die Stadt ausschließlich diejenigen konsumtiven Ausgaben leisten darf, zu denen sie gesetzlich, vertraglich oder sonst zwingend verpflichtet ist. Auf Ganztagsbetreuung in der Schule besteht – im Gegensatz zum Kindergartenalter – kein Rechtsanspruch und daher auch keine Verpflichtung des Schulträgers auf eine Ausweitung des Angebots. Mithin würde der Rat ein solches Versprechen nicht einlösen können. Davon werden die Grünen natürlich nichts wissen wollen und also gibt es wieder einen für die Betroffenen absolut fruchtlosen Streit.

Im Übrigen ist an der Stelle auch die aktuelle Stellungnahme der Bavierschule irrig: von deren „Seitenhieb“ auf die Falkenstraße abgesehen, stehen die für die Bavierschule reklamierten „Ausbaureserven“ eben auch unter Finanzvorbehalt.

 

Nun warten wir in der Tat die konkreten Zahlen ab und unterhalten uns dann weiter.

 

Freundliche Grüße

Detlef Ehlert 

Hallo Herr Ehlert,

vielen Dank für die ausführlichen und interessanten Erläuterungen. Ich bin derzeit beruflich stark eingebunden, so dass ich mich mit dem Thema meist nur zu etwas ungünstigen (Telefon-) Zeiten beschäftigen kann. Also auch diesmal von meiner Seite „nur“ eine Email.

Sie haben recht, die Sicherheit die ich meine, kann mir und den betroffenen Eltern in der Kürze der Zeit keiner geben. Etwas Hoffnung gibt es allerdings heute durch die Pressemitteilung von Bündnis90/ Die Grünen. Die Fraktion möchte auf der Sitzung nächste Woche den Antrag einbringen, dass in Alt-Erkrath ausreichend OGS-Plätze angeboten und zugesagt werden sollen – unabhängig vom Ausgang der Bavierschule-Anmeldungen. Da würde die Sitzung nicht nur aus einem Versuch bestehen eine Entscheidung in den Mai zu verschieben, sondern hätte tatsächlich ein kinder- und elternfreundliches Ziel! Vielleicht schließt sich die SPD dem Vorschlag an? Es würde zumindest für einen Teil der Unsicherheit nehmen!

Ihre offenen Erläuterungen gaben einen interessanten Einblick in die politischen Vorgänge, Mehrheiten und Entwicklungen der 5 Parteien sowie der Verwaltung. Überraschend ist für mich dabei, dass Sie sich gegenüber der BmU in der Pflicht sehen. Zwar hat diese einem eigenständigen Anmeldeverfahren für Bavier zugestimmt. Wenn nun aber nachträglich der Verbund beschlossen werden sollte und, wie sie ja selbst sagen, dadurch die Beschlusslage zur Anmelderunde 2011/12 auf den Kopf gestellt würde, ist die BmU doch umgefallen und die SPD somit von der Pflicht befreit, oder? Na ja, von diesen politischen Dingen verstehen Sie zu Glück wesentlich mehr als ich.

Und die FDP war etwas voreilig mit der exklusiven Information in der Presse, dass die Schulleitung der Falkenstraße jetzt doch einem Verbund positiv gegenüber stehen würde? Angeblich weist die Schulleitung eine solche Festlegung von sich! Da sind wir ja schon bald auf dem Niveau einer Telenovela :-)

Mich hat auf jeden Fall gefreut, dass RP (Samstag) und WZ (Freitag) den ausführlichen Leserbrief meiner Frau abgedruckt haben. Endlich mal was positives zur Bavierschule! Und das positive Feedback hierzu hat uns sehr gut getan!

Nun bin ich aber mal gespannt wie viele Anmeldungen Bavier erhält und wie dann die Entscheidungen am 2.11. ausfallen werden! Diese OGS-Garantie wäre natürlich eine tolle Sache!!

Viele Grüße,

Jürgen H

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Von: „Detlef Ehlert“ <detlef.ehlert@spd-erkrath.de>
Gesendet: 24.10.2010 00:19:22
An: „Jürgen H

Lieber Herr H,

telefonieren oder persönlich sprechen wäre intensiver und ginge – angesichts meiner Tippfähigkeiten – schneller. Aber ich versuche es noch einmal so, denn jetzt kann ich Sie ja schlecht anrufen.

Ihre Antwort fordert mich natürlich heraus, weil sie klug ist. Auf dem Niveau will ich mithalten.

Was Sie an Sicherheit verlangen, wird Ihnen niemand geben können. Die Chance für die Bavierschule – statt jetzt schon aufgelöst zu werden – war ja gerade, dass sie ein neues Anmeldeverfahren eröffnet bekam.
Wie der Stadtrat damit umgehen wird, was an Anmeldezahlen heraus kommt, ist eben die offene Frage. Die Antworten sind von den Mehrheiten abhängig, die jetzt noch niemand sicher einschätzen kann.

Da kann man eine Menge spekulieren, aber nichts Verlässliches ist abzusehen. Insofern finde ich auch immer noch schlecht, dass die Entscheidung schon am 2. Nov. eingeleitet werden und dann gleichwohl auf den 25. Mai nachfolgend verschoben werden soll. So sieht das der Antrag der BmU vor. Die Verwaltung nimmt zumindest auch dieses Datum auf.

Was nicht der Rat, sondern die Schulen und insbesondere die Schulleiterinnen entscheiden werden, entzieht sich der Einflussnahme der Politik. Wo im Verbund oder bei der Dependance welche Kinder beschult werden, welche OGS-Plätze ihnen wo angeboten werden, sagt Ihnen die Schulleiterin, Sie müssen dann für sich entscheiden, ob Sie das „Angebot“ annehmen oder zu einer anderen Schule gehen.

Für alle Fälle gilt im Übrigen, dass es mit OGS-Plätzen eng ist. Auch an der Bavierschule. Ich war nicht ganz unbeteiligt an der 18. Anmeldung im begonnenen neuen Schuljahr. Doch selbst dieses „Rettungskind“ bekam nicht den dringend erforderlichen Ganztagsplatz.

Ich bin und bleibe davon überzeugt, dass Sie keine Schulleiterin in Erkrath diskriminieren wird, weil Sie „verspätet“ anmelden.

Deshalb war es mein Bestreben, dass die Bavierschule erst einmal selbstständig anmelden lassen kann. Dennoch könnten CDU und FDP gemeinsam mit der BmU durchsetzen und nachträglich den Verbund auch beschließen, wenn mehr als 18 Kinder angemeldet würden. Das ist im Moment noch erklärte Absicht der BmU. Das kann ich mir gleichwohl nicht vorstellen, weil es die Beschlusslage zur Anmelderunde 2011/12 auf den Kopf stellen würde. Das kann nicht gut sein. Ist aber möglich.

Geht es nach dem Verwaltungsvorschlag, wie ich ihn verstehe (oder vielleicht besser: ihn verstehen will), können dieselben Fraktionen auf dessen Basis versuchen, bei knapp unter 18 Bavieran­mel­dungen eine Ausnahmegenehmigung für einen Verbund durch die Schulaufsicht bewilligt zu bekommen. Das wäre eine üble Situation, weil dabei die relativ hohe Zahl der neuen Falkenstraßen­kinder wegen der kleinen Zahl der Bavierschulkinder „aufgemischt“ werden würde und fast zwangs­weise versucht werden müsste, die zu geringe Zahl der Kinder dort aufzubessern. Die Mehrheit der Schulgremien würde absehbar „Montessori für alle“ beschließen – dazu bedarf es allerdings der Zustimmung der Bezirksregierung und die ist nach vorliegender schriftlicher Aussage nicht zu erwarten.

Dann – und erst recht, wenn die Bavieranmeldungen klar unter 18 blieben – geht aus meiner Sicht nur die Auflösung mit der Folge, dass die Bavierkinder bzw. ihre Eltern gefragt wären, ihre Kinder in die Falkenstraße zu schicken oder sie woanders anzumelden. Das ist für diese Gruppe, mithin also auch für Sie, unerquicklich.

Zur politischen Bewertung gehört auch, dass ich die SPD in der Verantwortung sehe, für den Verwaltungsvorschlag zu stimmen, da er den insofern noch nachvollziehbaren BmU-Vorstellungen nahe kommt und – für uns – der Preis dafür ist, dass wir die BmU dazu bewegen konnten, einem eigenständigen Anmeldeverfahren für Bavier zuzustimmen.

Ob wir dafür eine Mehrheit hinbekommen hängt auch von den Grünen ab, die partout auf die Auflösung der Bavierschule setzen. Da arbeiten wir noch dran.

Sie sehen: Sicherheit kriegen Sie nicht. Mehr kann ich Ihnen nicht sagen. Aber das ist offen und ehrlich. Und lassen Sie uns in Kontakt bleiben!
Freundliche Grüße

Detlef Ehlert

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Von: „Jürgen
An: „Detlef Ehlert“ <detlef.ehlert@spd-erkrath.de>
Betreff: Re: Bavier-Schule

Hallo Herr Ehlert,
vielen Dank für die ausführliche Kommentierung. Die Bavierschule ist sicherlich ein Politikum. Den Standort in der Mitte Alt-Erkraths will eigentlich niemand wirklich aufgeben. Nur die Vorstellungen wie dies erreicht werde soll, gehen weit auseinander. Darüber kann man natürlich auch trefflich streiten und man sollte dies auch offen und fair tun. Das ist aber gar nicht mein Punkt!
Sie haben Recht mit der Anmerkung, dass es an den Eltern liegt für die mindestens 18 Anmeldungen zu sorgen. Ich bin mir auch sicher, dass gerade Eltern mit Kindern an der Bavierschule bereits versuchen potentielle „Anmelder“ von den Vorteilen der Bavierschule zu überzeugen.
Die Unsicherheit die ich in den Gesprächen wahrnehme bezieht sich aber nicht nur auf „Was wird aus der Bavierschule?“ sondern auch auf „Was wird aus meinem Kind bei weniger als 18 Anmeldungen?“ ! Es herrscht also unnötige Unsicherheit über die Abläufe bei weniger als 18 Anmeldungen, wie:
„wird mein Kind dann automatisch einer anderen Schule zugewiesen?
„muss mein Kind dann etwa in einen anderen Stadtteil wie Unterfeldhaus, etwa weil die Falkenstrasse und die Johannesschule bereits überfüllt sind?“
„was passiert mit meinen OGS-Chancen wenn ich mich erst verspätet an einer anderen Schule anmelden kann? Dort kommt mein Kind doch maximal noch auf die Warteliste!“
Und genau diese Unsicherheit wird dazu führen, dass das eine oder andere Kind nicht an der Bavierschule angemeldet wird. Und genau dies könnte dazu führen, dass man unnötigerweise zu wenig Anmeldungen bekommt!
Für mich ist es die Aufgabe der Verwaltung und der Politik hier die Unsicherheit über wichtige Punkte (zumindest für Eltern) bei der Schulentscheidung zu reduzieren oder gar zu beseitigen. Nur so würde die Bavierschule eine faire Chance bekommen!
Was können Sie tun? Machen Sie klar, was im Falle von weniger als 18 Anmeldungen mit den Kindern passiert. Ich würde hoffen auf: freie Schulwahl für die Eltern, kein Zwang das Kind in andere Stadtteile zu schicken, keine Vergabe von OGS-Plätzen vor Ende November um allen Kindern Chancengleichheit zu gewähren! Und wie? Die Presse ist eine Möglichkeit und natürlich die Internetseite der Stadt Erkrath!

Viele Grüße,

Jürgen H

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Von: „Detlef Ehlert“ <detlef.ehlert@spd-erkrath.de>
Gesendet: 20.10.2010 23:54:47
An: „Jürgen H“
Betreff: Re: Bavier-Schule

Lieber Herr H,

ich danke Ihnen für Ihr Schreiben. Gern setze ich mich mit Ihren Argumenten auseinander, gern stimme ich Ihnen zu wo Sie recht haben. Sie wählen klare Worte, ich werde das auch tun und insofern auch Widerspruch anmelden.

Was in den Zeitungen steht, muss deshalb nicht immer stimmen. Zumal wenn es um Spekulationen geht, was passieren wird, wenn…

Im Stadtrat gibt es heftige Meinungsunterscheide darüber. Wir in der SPD und ich persönlich haben uns immer wieder dafür eingesetzt, dass der Bavierschule nicht das Licht ausgeknippst wird. Unsere eigene Verwaltung mit dem Bürgermeister an der Spitze, die untere und die obere Schulaufsicht hätten das längst getan, hätten allenfalls einen Verbund mit der Bavierschule zugelassen.

Wäre das so „schlimm“ mit dem Verbund, mag man entgegnen? Das kommt darauf an, wer davon Vorteile hätte und vor allem wer benachteiligt würde. Da dürfte klar sein, dass bei einer Zusammenlegung der Schulen (übrigens auch bei der Auflösung bzw. Fusion) die Lehrerversorgung insgesamt schlechter wird. Jetzt wird die Bavierschule noch überproportional bedacht – die übliche Lehrerstellenzuweisung von rund eins zu 23,5 Kindern wird übererfüllt – das würde nach Ankündigung der Schulrätin sofort entfallen. Nach unseren Rechnungen sind das mindestens 1,25, vielleicht sogar 1,6 Stellen weniger. Da muss man dann noch hin und her rechnen, welche Kolleginnen wegen Mutterschaft usw. ersetzt oder nicht ersetzt werden, ob eine neu zu schaffende Konrektorenstelle (mit drei plus-Stunden) wirklich besetzt werden könnte und ob eine neue Schulleitung wirklich zu finden wäre.

Die „Notlage“ fort zu führen, heißt also bis auf Weiteres, dass die LehrerInnenversorgung und auch die Organisationsfähigkeit an und in den Schulen schwieriger wird.

Zukünftig, und das ist einer meiner zentralen Antriebe für die Aufrechterhaltung des Standorts Düsselstr., wird die Neue Mitte kommen und dann wird für die nächsten Jahre – auch nicht auf Dauer, aber für drei, fünf, vielleicht sieben Jahre – mehr an Kindern in Alt-Erkrath da sein und damit kann womöglich ein System mit drei Grundschulen und jeweils ausgebauten OGS nötig sein. Und wir hätten Zeit gewonnen, das Ganze in einem Prozess der Erstellung des Schulentwicklungsplans (SEP) genauer zu betrachten. Der SEP ist längst überfällig, der hätte von der Verwaltung und von der damaligen Ratsmehrheit 2008/9 auf den Weg gebracht werden müssen. Dann wäre das Debakel mit der Hauptschule vielleicht steuerbar gewesen und dann hätten wir womöglich heute andere Entscheidungsgrundlagen für die Grundschullandschaft.

Für mich als Politiker wäre es leichter, Verbund oder Auflösung zu fordern und dann den Schulen zu überlassen, wie sie das geregelt kriegen können. Aber so einfach kann und will ich es mir nicht machen.

Der pädagogische Ansatz der Falkenstr. ist nach langer Übung festgelegt und bestätigt worden: kein Nebeneinander mehr von Montessori- und klassischer Regelpädagogik.
Ich halte das für nachvollziehbar und richtig. Übrigens auch, weil ich die Falkenstr. als Schule in meinem langjährigen Wohnsprengel, in meinem Wahlkreis und als Schule meiner Tochter ganz gut kenne. Wenn es in der Düsselstr. im letzten Jahr und erneut jetzt Diskussionen darüber gegeben hat auf Montessori umzustellen: Warum ist das nicht erfolgt? Das hätte doch dem gravierendsten „Abwehrargument“ aus der Falkenstr. den Wind aus den Segeln genommen, dann wäre die Zusammenlegung in welcher Form auch immer viel leichter geworden.

Ich bin davon überzeugt, dass in Bezug auf das offizielle Verfahren von 27. bis zum 29. Okt. „verspätete“ Anmeldungen von Kindern an welcher Schule auch immer nicht dazu führen werden bei der OGS-Platzvergabe benachteiligt zu werden. Dafür sind die Kritierien an den Schule einfach andere. Ich habe allerdings mehr Schwierigkeiten damit zu glauben, dass die möglicherweise erforderliche Platzausweitung an der Bavierschule für OGS über 50 hinaus angesichts der Haushaltslage noch durchsetzbar sein wird. Damit aber würde das bisherige fast schon Alleinstellungsmerkmal der Bavierschule sehr stark relativiert.

Dass Politik klare Rahmenbedingungen setzen muss, ist ja selbstverständlich. Deshalb gibt es das Anmeldeverfahren für eine eigenständige Bavierschule zum nächstenSchuljahr überhaupt noch. Das ist proaktiv in höchstem Maße.

Es kommt jetzt auf Sie an. Sie, die Eltern müssen für 18, besser für mindestens 24 Anmeldungen sorgen, damit wir in der Stadt ohne Restriktionen bei den Lehrerstellen und ohne Einmischung der Schulaufsichtsbehörden den Fortbestand der Bavierschule für das nächste Jahr bestätigen können.

Meine Meinung ist, dass wir im Vorfeld der Anmeldungen nicht mehr tun sollten und auch nicht mehr tun können. Dass die BmU aktuell das Wasser nicht halten konnte und sich nicht abhalten ließ, bereits für den 2. Nov. Entscheidungen des Schulausschusses und des Rates herbei führen zu wollen mit der Folge, dass das natürlich auslöst, Verwaltungsvorlagen zum was wäre wenn in die Welt zu setzen und munter herum spekuliert wird, das alles ist aus meiner Sicht falsch und kontraproduktiv.

Wenn Sie andere Vorstellungen haben, was Politik jetzt tun sollte, bin ich auf Ihre Vorschläge gespannt!

Freundliche Grüße
Detlef Ehlert

—–Ursprüngliche Nachricht—–
Von: „Jürgen H“
Gesendet: 20.10.2010 13:49:00
An: „Herr Detlef Ehlert“ <detlef.ehlert@spd-erkrath.de>
Betreff: Bavier-Schule

>Sehr geehrter Herr Ehlert,
>
>in den letzten Tagen gab es verschiedene Artikel zur Bavier-Schule in Alt-Erkrath. Mein Sohn Christian besucht dort die erste Klasse und meine Tochter soll in 3 Jahre folgen. Dementsprechend bin ich natürlich besonders an der Entwicklung dieser Schule interessiert. Leider sind die aktuellen Artikel ausschließlich von großer Unsicherheit und negativen Faktoren geprägt:
>
>* Wenn die Schule keine 18 Anmeldungen bekommt, dann wird sie auslaufen bzw. geschlossen!
>* Die Schule steht sowieso seit mehreren Jahren auf der Kippe und daran wird sich auch in Zukunft nichts ändern!
>* Vielleicht kann man sie ja mit der Falkenschule zusammenlegen und den Montessori-Ansatz etablieren!
>* Wenn die Schule schließt sind die OGS-Plätze an anderen Schulen bereits vergeben!
>* ?
>
>Gerade als Politiker ist Ihnen klar, dass man mit derart negativer, verunsichernder Presse keine (Schul-) Wahl gewinnen kann. Sie persönlich können zwar nicht für 18 Anmeldungen sorgen, Die Aufgabe der Politik ist es allerdings positive Rahmenbedingungen zu schaffen!
>
>Welche Rahmenbedingungen erwarten Eltern? Sicher sind „Standards“ wie Konzept der Schule/ Eignung der Lehrer/ Ausstattung der Schule/ Erreichbarkeit der Schule wichtig. Und meines Erachtens schneidet die Bavier-Schule bei diesen Punkten auch recht gut ab. Für viele Eltern ist inzwischen aber auch die Chance auf einen OGS-Platz ein herausragendes, notwendiges Kriterium bei der Schulentscheidung geworden. Die Bavier-Schule bietet hier -sofern sie die 18 Anmeldungen schafft – mit die besten Chancen. Allerdings wird dieser Vorteil zu einem Ausschlusskriterium, wenn die Befürchtung existiert, dass die OGS-Plätze an den anderen potentiellen Schulen bereits verteilt sind, bevor bekannt wird ob die Bavier-Schule überhaupt eine 1. Klasse bekommt!
>
>Mir ist klar, dass Sie als Politiker nicht eine einzelne Schule besonders positiv hervorheben können. Ich erwarte von Ihnen allerdings, dass Sie die Eltern proaktiv über den Ablauf wichtiger Dinge informieren. Man hat dann zwar trotzdem noch die Unsicherheit, dass sich keine 18 Kinder für die Bavier-Schule finden. Dies wäre dann aber das Resultat schulischspezifischer Gründe und nicht, weil Unsicherheit herrscht Über den Ablauf der Vergabe von OGS-Plätzen oder unklar ist was aus den ?verhinderten? Bavier-Schülern wird!
>
>Sollte die Politik weiter passiv bleiben, so wäre dies eine aktive Benachteiligung der Bavier-Schule! Dies wäre umso weniger verständlich, als im Mai/ Juni diesen Jahres alle Parteien in Erkrath sich für den Erhalt der Eigenständigkeit der Bavier-Schule ausgesprochen haben. Wenn Ihnen wirklich etwas an dem eigenständigen Erhalt der Bavier-Schule gelegen ist, dann müssen Sie jetzt handeln! Anfang November ist es zu spät!
>
>Mit freundlichen Grüßen,
> Jürgen H

 

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