Gastbeitrag: Prominente Gäste unterstützen Detlef Ehlert

Wirtschaft gegen Umwelt, Finanzkrise hebelt Kampf gegen Treibhauseffekt aus? waren die Überschriften, zu denen der Gründer und Präsident des Wuppertal-Instituts für Klima und Umwelt, Prof. Dr. Ernst-Ulrich von Weizsäcker, sowie der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesumweltministerium, Michael Müller, nach Erkrath gekommen waren. Sie hielten spannende Vorträge und sie empfehlen, Detlef Ehlert zum Bürgermeister in Erkrath zu wählen.

Dazu schreibt Giselher Fengler:

Eine herausragende Veranstaltung mit beeindruckender Besetzung. Hochkarätige Gastreferenten: der eine in erster Linie Wissenschaftler, mit respektheischender Liste innegehabter verantwortungsvoller – auch politischer – Positionen, richtungsweisender Veröffentlichungen und internationaler Verbindungen; der andere Vollblut-Politiker, an maßgeblicher Stelle in der Schaltzentrale der bundesdeutschen Umweltpolitik, klare Situationsanalyse im Kopf, auf sympathische, hemdsärmelig-nüchterne Weise pragmatisch, angetrieben von beispielhaft sozialem Ethos in Verbindung mit kraftvoll-verantwortungsvollem Gestaltungswillen. Und als dritter im Bunde ein Bürgermeisterkandidat, der stolz darauf sein kann, solche Persönlichkeiten zu seinen Freunden zu zählen. Der souverän moderierte und den zahlreich erschienenen Gästen einen lebhaften Gedankenaustausch mit diesen erstklassigen Fachleuten ermöglichte.

Die haben nicht vom Podest herab doziert, sondern sich auf Augenhöhe ausgetauscht und glaubwürdig-interessierte Resonanz vermittelt mit Anerkennung und Wertschätzung der Standpunkte, Befürchtungen und Fragen aus dem Publikum. Auch kritischen Fragen zu unpopulären, aber zwingenden Folgerungen. Etwa der, dass als unverzichtbares Mittel einer wirksamen Globalsteuerung der Erhöhung der Energieeffizienz (als eine der elementarsten ökologischen Mittel zur Krisenbekämpfung) in ersten Phasen eine Erhöhung der Energiepreise voranzugehen hat. Rentner, weniger bemittelte und ihrem sozialen Gewissen verpflichtete Gäste im Publikum – also sicherlich die meisten – müssen da zunächst mächtig schlucken ….. bevor sie sich wieder entspannen können, als sie hören, dass bei solchen Überlegungen zumindest unter sozialdemokratischer Regie selbstverständlich Schongrenzen für Einkommensschwache eine Rolle spielen werden.

Dies war nur ein Beispiel von vielen einer wahrhaft „interaktiven“ Veranstaltung im positivsten Sinne auf hohem Niveau.Durch die sich vom Beginn bis zum Schluss als roter Faden zog: Die Thematik des Abends betrifft uns alle – teils in zunehmend besorgniserregendem Ausmaß – bis tief hinein in unsere persönlichen Lebensumstände und nicht zuletzt bis auf den Grund unserer Geldbörse. Die Experten waren sich einig: es gibt nur einen Lösungsansatz für die Krise, wenn sie nicht weit über das Heute hinausgehen soll, und der besteht aus einem Mix aus geförderter Umwelttechnologie und gelenkter Energiepolitik. Nur eine Partei, die ihr Programm darauf ausrichtet, werde ihrer wirtschaftlichen, ökologischen und sozialen Verantwortung gerecht. [Anmerkung von mir: Dies ist ausschließlich beim „Deutschland-Plan“ von Frank-Walter Steinmeier der Fall]. Das Zeitfenster für entscheidende Weichenstellungen, sagen sie, sei nicht mehr lange auf. Von daher seien die anstehenden Wahlen „Richtungswahlen“, die in elementarer Weise über unsere künftigen Lebensbedingungen entscheiden. In wirtschaftlicher wie sozialer Hinsicht.

Wem es nicht schon vorher klar war, mußte am Ende des Abends nicht mehr daran zweifeln: Wie sehr auch die Lokalpolitik mit der debattierten Problematik verzahnt, darin eingebunden und davon betroffen ist. Und wie sehr das, was da passiert, uns alle auch ganz direkt betrifft, sozusagen bis unmittelbar vor die Haustür oder selbst bis ins Haus, und in die Wohnungen; um „nur“ bei Strom und Wasser zu bleiben: bis in die Kühlschränke und Kochtöpfe hinein, bis unter die Dusche und in die Badewanne.

Wer wollte noch daran zweifeln, wie wichtig bei solchen Zusammenhängen der direkte Draht der maßgeblichen Lokalpolitiker zu den Schaltzentren der großen Politik ist. Und wie sehr die Qualität dieser Verbindungen unser tägliches Leben vor Ort beeinflussen kann.

Da muss die Frage erlaubt sein: Welche Partei hat solche Verbindungen? Kann eine „unabhängige“ lokale Partei wie hier in Erkrath die BMU auf dieser Ebene überhaupt mithalten? Die dies ja in ihrem Selbstverständnis schon per definitionem ausschließt, denn unabhängig heißt ja auch auf eine bestimmte Weise isoliert. Als sei Erkrath eine Insel, abgekoppelt vom Rest der Welt. Hinzu kommt: Auch in umweltbezogener Hinsicht gibt es im BMU-Programm ja praktisch nichts , was die nicht weniger umweltorientierten Parteien Rot und Grün ebenfalls im Programm haben. Deshalb stellt sich bei aller – wenigstens meiner – persönlichen Sympathie zu den Zielen der „Unabhängigen“, ihrem Bürgermeister-Kandidaten und ihren ehrenwerten Mitgliedern die sehr ernsthafte Frage: Was nützt Erkrath auf Sicht mehr? Was nützt uns allen mehr, die wir auch morgen und übermorgen gut über die Runden kommen wollen in einer Welt, die bis ins kleinste immer mehr von größeren Zusammenhängen bestimmt wird? Eine kleine Gruppierung mit ausschließlich lokalem Horizont, die von den bestimmenden Faktoren dahinter weitgehend abgeschnitten ist bzw. sich erklärtermaßen selbst abschneidet? Oder nicht minder umweltorientierte Parteien, aber mit dem wesentlichen Unterschied des Eingebundenseins in ein einflussreiches Netzwerk und mit dem berühmten „Draht nach oben“? So wie ihn Detlef Ehlert für die SPD an diesem Abend beispielhaft bewiesen hat!

Deshalb steht für mich fest: wer in Erkrath nachhaltig etwas bewegen will, hat nun einen Grund mehr für seine Wahl-Entscheidung am 30.August, sein Kreuz an der richtigen Stelle zu machen. Beim „Bürgermeister für Alle“, Detlef Ehlert.

Detlef Ehlert bei der Eröffnungvon Weizsäcker sprichtMichael Müller referiert

6 thoughts on “Gastbeitrag: Prominente Gäste unterstützen Detlef Ehlert

  • Hallo Herr Müller,
    ich will es gern noch einmal knapper sagen: Als Bürgermeister für Alle arbeite ich mit allen zusammen, die guten Willens sind. Und da es mir um breite und verlässliche Mehrheiten geht, ist dafür neben meiner eigenen Partei und den Grünen vor allem die andere große Partei aufgerufen.
    Die Linken werden – wie ausgeführt sowieso keine Rolle spielen.´
    Gruß
    Detlef Ehlert

  • Hm…eine interessante Stellungnahme voller Worte, die aber nichts Konkretes aussagen. Mal sehen, was am Sonntag Abend oder am Montag zu der Frage gesagtb wird. Von ganz oben ist ja die Zusammenarbeit mit der SED-Nachfolgepartei abgesegnet.

  • Hallo Herr Marmetschke,
    danke für Ihre Zuschrift. Ich wundere mich zwar wieder einmal darüber, was Sie für weltfremde Vorstellungen äußern, will Ihnen aber dennoch antworten. Und, da müssen Sie sich keine Sorgen machen, ich kann mit jeder meiner Aussagen am Tag drauf in den Spiegel gucken, sonst würde ich sie nicht machen.

    Sie können es morgen auch im Lokalanzeiger nachlesen, was ich dort vor Wochen über die Zusammenarbeit im Stadtrat geschrieben habe:

    „Ich will und ich werde Bürgermeister für Alle sein. Das braucht persönliche Unabhängigkeit und geht weit über die Grenzen einzelner Parteien und Interessengruppen hinaus. Als Bürgermeister suche ich Bündnis- und Kooperationspartner dort, wo Menschen, Unternehmen und Organisationen positiv im Interesse Erkraths mitwirken wollen. Das schließt partnerschaftliche Zusammenarbeit mit allen Fraktionen und dem Stadtrat insgesamt ein.“ Ich füge hinzu, das das natürlich auch für die FDP-Fraktion gilt, der Sie im Moment jedenfalls noch angehören.

    Aber Ihre Annahmen stimmen nicht. Die Linken können nach Lage der Dinge nur ein Ratsmandat erzielen, wenn sie entweder in einem Wahlkreis, in dem sie antreten, die Mehrheit der Stimmen erzielen (was ich für ausgeschlossen halte) oder wenn sie in den sechs Wahlkreisen, in denen sie kandidieren, zusammen genommen soviel Stimmen erzielen, dass das einen Gesamtstimmenanteil von 2,5 Prozent erreicht. Weil diese Gruppierung aber nur in sechs Wahlkreisen auf den Wahlzetteln stehen wird, müsste sie für ein solches Ergebnis in diesen Wahlkreisen jeweils rund 8 Prozent plus x bekommen. Das schaffen die nicht. Ich jedenfalls werde weiter dafür kämpfen, dass die das nicht schaffen.

    Würde es denen laut Ihrer Frage aber dennoch gelingen, mit einem solchen Ergebnis ein Mandat zu erzielen und SPD + Grüne + BmU + meine Bürgermeisterstimme wäre – wie Sie unterstellen – eine Stimme unterhalb der Ratsmehrheit, hätten jedenfalls CDU und FDP deutlich verloren. Das ist ein Ergebnis, das ich durchaus anstrebe. Dass Sie das offensichtlich auch „einplanen“, nehme ich hiermit erfreut zur Kenntnis.

    Was im Weiteren Ihre Fragen betrifft: Worin soll angesichts zumindest des Vorstehenden eine Versuchung bestehen?

    Wer gibt Ihnen im Übrigen das Recht zu beurteilen, was letztlich in unserem Rechtsstaat zu entscheiden nur dem Bundesverfassungsgericht zusteht? Ob die Linke „Verfassungsfeinde“ sind, lasse ich daher mal dahin stehen. Aber worin soll der Betrug am Bürger bestehen? Dass Sie sich was einbilden, was ich tun sollte und Sie dann meckern? Dann meckern Sie lieber weiter so in der Gegend herum, ich werde Ihnen dafür keine Vorlage liefern.

    Gruß
    Detlef Ehlert

  • Hallo Herr Ehlert,
    ich habe mal als Bürger unserer Stadt eine wichtige Frage an Sie, die Sie bei aller Wahlkampfeuphorie bisher nie angesprochen haben:
    Stellen Sie sich vor Rot/Grün/BmU würde für eine Ratsmehrheit eine Stimme fehlen und dem neuen Rat gehört ein Ratsmitglied der Partei Die Linke an, wie würden Sie sich verhalten? A: Standhaft bleiben und der Versuchung wiederstehen! oder B: in dieser Stadt linke Verfassungsfeinde etablieren und Betrug am Bürger begehen?
    Aufgabe: Denken Sie 24h über die Frage nach und geben Sie eine Antwort mit der Sie auch nach Wahl noch in den Spiegel gucken können!!
    Besten Gruß!

  • Sehr geehrter Herr Ehlert,

    ich wollte Ihnen für die letzte Wahlkampfwoche noch viel Kraft und natürlich Erfolg wünschen!

    Soweit ich das in meinem Umfeld beobachten kann, sieht es für die SPD, bzw. für die Grünen, d.h. also auch für Sie, echt gut aus. Ich bin ziemlich davon überzeugt, dass Sie das schaffen!

    Also, von meiner Stelle aus nochmal alles Gute!

    Liebe Grüße,

    Dominik Adolphy

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