Europawahl: Ein Anfang, aber vor allem Ansporn für die Kommunalwahl im August

Das Europawahlergebnis ist für die SPD nicht erfreulich, nicht auf Bundesebene und auch nicht wirklich in Erkrath. Klar, man kann nicht von einer (zu wenig europapolitisch geprägten) bundespolitisch überlagerten Wahl auf kommunale Ergebnisse schlussfolgern. Die SPD verliert in Erkrath genauso 0,7 Prozent wie im Bund – aber dass die CDU hier zehn Mal so viel verliert, ist nur ein schwacher Trost. Wahlgewinner ist in unserer Stadt eindeutig die F.D.P. Was sagt uns dieser Teilaspekt für die Kommunalwahl: Nicht viel, denn: Inge ist nicht Silvana, die örtliche F.D.P.-Spitzenkandidatin ist nicht mit der Europapolitikerin vergleichbar, auf deren vor allem „optische“ Wirkung die Wahlkampagne der Pünktchenpartei ausgerichtet war.

Manko der SPD ist, dass sie in ihren „Hochburgen“ wieder einmal nicht ihre Klientel hat mobilisieren können. Dennoch ist in dem Ergebnis nicht nur Negatives für die Sozialdemokratie zu erkennen. Die Wahlbeteiligung ist in Erkrath zumindest nicht gefallen, sondern knapp, aber immerhin um einen Prozentpunkt gestiegen.

Die CDU hat in allen Stimmbezirken verloren, die SPD hingegen hat in sechs von 20 Bezirken sogar gewonnen, in einem weiteren ist das Ergebnis eingestellt worden. Also geht es in einem Drittel , darunter in der Schildsheide, der Sandheide, in meinem eigenen Wahlkreis und im Erkrather Komponisten-/Dichter-Viertel überdurchschnittlich, in Kempen immerhin noch beachtlich, durchaus schon wieder aufwärts.

2004 hat die SPD bei der Europawahl 23,7 % erzielt und kaum ein halbes Jahr darauf bei der Kommunalwahl auf 28,3 Prozent zugelegt. Das wiederholen und verbessern wir in diesem Jahr noch deutlich! – ist meine Zielvorgabe für die Partei. Und als Bürgermeisterkandidat liegt meine eigene Zielmarke noch ein wenig höher….
Die Endergebnisse der Europawahl für die Stadt finden Sie hier:

3 thoughts on “Europawahl: Ein Anfang, aber vor allem Ansporn für die Kommunalwahl im August

  • Ein Problem, an dem man noch arbeiten müsste, wäre ggf. die Informationspolitik. Ich habe jetzt schon häufiger gehört, dass viele nicht wählen gehen, da diese ja sowieso nur vom Schlechten ausgehen – frei nach dem Motto: „Wen sollte man schon wählen? Es sind doch sowieso alle gleich.“ Andere vermeiden es wählen zu gehen, da sie das Parteiprogramm nicht kennen. Ungünstigerweise werden sich wenig Personen überhaupt die Mühe machen und sich selbst informieren. Hier gilt es evtl. anzusetzten um sich von der breiten Masse „abzuheben“ – eine ausgiebige Informationspolitik wäre evtl. hilfreich.

    Die einzige Frage, die sich dann jetzt noch stellt: Wie möchte man das ganze denn anstellen…???

    Beste Grüße

  • Lieber Detlef,
    auch wenn insgesamt das Wahlergebnis und natürlich auch die Wahlbeteiligung nicht zufrieden stellend ist, kann ich trotzdem zum klaren Sieg in Deinem „echten“ Wahlbezirk gratulieren. Hier sieht man mal wieder, auch wenn es eine Europawahl war, dass Du in Deinem Wahlbezirk über viele, viele Jahre hinweg sehr gute Arbeit machst, nicht nur zu den Wahlen. Man kann nur hoffen, dass das Wahlvolk in Erkrath dies endlich erkennt und entsprechend honoriert.
    Weiter so!
    Holger Johan

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