Stadtwerke mit eigenem Beitrag für CO2-freien Strom

Stadtwerke Erkrath:

Eigene regenerative Energiequellen erschließen

Die Stadtwerke Erkrath werden künftig selber Strom aus regenerativen Energiequellen produzieren. In einem ersten Schritt werden dazu die Aufpreise, die Ökostromkunden heute bereits an die Stadtwerke auf den „normalen“ Stromtarif bezahlen (das sind bis zu 2 ct je Kilowattstunde) aus dem Budget der Stadtwerke nahezu verdreifacht und in neue Anlagen reinvestiert. Das beschloss der Aufsichtsrat jetzt auf meinen Antrag.

Bislang war der Aufpreis für Strom aus Wind- oder Wasserkraft oder Solarenergie an die Lieferanten dieses Stroms weiter gegeben worden, ohne dass sich diese verpflichtet hatten, die Mehrerlöse in den Aufbau weiterer Produktionskapazitäten zu stecken. Das soll jetzt anderes werden. Die Stadtwerke rechnen mit einem Zuschussbetrag von rund 4 ct je kw/h aus eigenen Mitteln, die sich nach dem heutigen Stand der verkauften Ökostrommengen auf insgesamt etwa 13.000 Euro jährlich (davon rd. 4000 Euro „Kundengeld“) summieren. Damit werden in Erkrath eigene Anlagen gebaut, die den bei der Stromproduktion sonst anfallenden CO2-Ausstoß verringern helfen.

Die Stadtwerkegeschäftsführung hatte dem Aufsichtsrat vorgeschlagen, den Kundenaufschlag von heute knapp 2 ct sogar auf 3 ct anzuheben und den daraus resultierenden Betrag vom Unternehmen aus zu verdoppeln. Gegen eine solche zusätzliche Inanspruchnahme der umweltbewussten Kundschaft wandte sich die SPD. Ich konnte mich mit meinem Antrag durchsetzen, diese Kundengruppe nicht zu „bestrafen“, sondern einen eigenen, nennenswerten Beitrag der Stadtwerke für die Investition in Zukunftsprojekte zu leisten.

Das ist ein Einstieg in eine  CO2-freie Stromproduktion, dem in der Zukunft noch bedeutend größere Maßnahmen folgen müssen. Die sind im Moment gegen die aktuelle Mehrheit der CDU/FDP im Aufsichtsrat noch nicht durchzusetzen. Sie sind aber nötig, um dem Klimawandel auch in Erkrath nachhaltig etwas entgegenzusetzen.

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