Was Herr Ramcke in der WZ so schreibt (7. Mai 2009) und was in der WZ-online diskutiert wird…

Erkrath. Kommunalpolitik interessiert Sie nicht? Wer die Mehrheit im Stadtrat hat, ist Ihnen völlig egal? Und die Namen Ehlert und Werner haben keine Erinnerungsspur in Ihr Gedächtnis gefräst?

Sie schauen sich lieber eine alte Folge von „Dallas“ oder eine neue von „Marienhof“ an, statt auf einem Treffen von Politikern zu gähnen, die sich im Zentrum der Bedeutung wähnen?

Nachdem die Bezirksregierung beiden Gymnasien zum kommenden Schuljahr den Status einer Ganztagsschule zugesprochen hat, muss die Stadt bis Ende 2010 zwei Mensen bauen. Wird dieser Zeitrahmen nicht eingehalten, können die Schüler nicht vernünftig zu Mittag essen, und die Landeszuschüsse von 400.000 Euro gehen verloren.

Während der Mensa-Bau fürs Schulzentrum Rankestraße unstrittig ist, wurde für Alt-Erkrath von der Schulleitung, von Unternehmern und der SPD eine Alternative vorgeschlagen. Bei ihr wird die Mensa nicht neu gebaut, sondern werden die kleine Turnhalle zur Mensa umgebaut und eine Turnhalle neu errichtet (Variante B).

Die Befürworter von VarianteB nennen kürzere Fußwege für die Gymnasiasten zwischen Schulgebäude und Mensa sowie ein besseres Raumangebot für Schulprojekte. Außerdem sei die Turnhalle sanierungsbedürftig. Als Argumente gegen VarianteB führten mit Ausnahme der SPD alle Fraktionen die Mehrkosten von rund einer Million Euro an. Die Verwaltung betonte außerdem, die Turnhalle müsse in den kommenden fünf bis zehn Jahren nicht saniert werden.

In Alt-Erkrath wird jetzt mit dem Bau einer 1,4 Millionen teuren Mensa mit 200 Sitzplätzen begonnen. Die Turnhalle bleibt, wo sie steht. Sanierungsarbeiten plant das Hochbauamt der Stadt zurzeit nicht.

Dann haben Sie sich etwas entgehen lassen! Auf der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Schule, Kultur und Sport wurde ein Stück aus dem richtigen Leben geschrieben. Schauen Sie doch mal rein.

Das Drehbuch ist schnell erzählt: SPD-Mitglied (besetzt mit Detlef Ehlert) will Bürgermeister werden. Der Amtsinhaber (Arno Werner) soll aus dem Rathaus vertrieben werden. Um dieses Ziel zu erreichen, wird taktiert und spekuliert.

Das geht dann so: Zunächst versichert sich Ehlert der Unterstützung der Grünen. Wenn die für ihn werben, ändert er seine Meinung, was die Bebauung der Neanderhöhe angeht und stimmt ebenfalls dagegen, Firmen dort Baurecht einzuräumen.

Um Werner beim Wähler – also bei Ihnen – ganz schlecht dastehen zu lassen, geht Ehlert auf Kuschelkurs mit Männern, die viel Geld haben. Sie besitzen große Firmen, haben Macht und Einfluss. Weil zwei von ihnen mit Werner gar nicht gut können, flüstern sie Ehlert und seiner SPD ein, sich auf ein riskantes Projekt einzulassen.

Einer der Bosse bringt den Vorschlag ins Spiel ein, für den Ganztagsbetrieb von Gymnasium und Realschule in Alt-Erkrath keine Mensa auf der grünen Wiese zu bauen, sondern statt dessen in der kleinen Turnhalle zu servieren. An ihrer Statt wird eine neue Turnhalle gebaut.

Der Leiter des Gymnasiums lässt sich vor den Parteikarren spannen und preist die Variante als die pädagogisch einzig wahre an, weil sie seinen Schülern kürzere Wege und ein sinnvolleres Raumkonzept biete.

Der Chef der Realschule weist hingegen auf den Nachteil für Schulsport und Vereine hin, wenn die Turnhalle jetzt geschlossen würde – und das bis zur Eröffnung einer neuen in frühestens eineinhalb Jahr auch so bliebe.

Die Dramaturgie wird gar noch gesteigert, als sich Ehlerts Parteifreundin Edeltraud van Venrooy in ihrer Funktion als Vorsitzende des Stadtsportverbandes auf Seiten der Leibesertüchtigung schlägt. Ach ja, dann geht’s auch noch ums Geld. Die SPD-Variante würde rund eine Million Euro mehr kosten. Sponsoren mit dicker Börse haben sich nicht gefunden.

Das Finale naht: Ehlert spielt auf Zeit und stellt den Antrag, vor einer Entscheidung für VarianteA oder VarianteB von einem Architekten die Preisdifferenz beider Planspiele exakt errechnen zu lassen.

Es kommt zum Schwur, zur Abstimmung. „Wer ist für den Antrag der SPD?“ Mit Ausnahme der Hände sozialdemokratischer Abstammung gehen keine hoch – auch nicht die der Bündnisgrünen. Letzte Szene: Ehlert verlässt den Saal.

Meinen Sie immer noch, Kommunalpolitik sei langweilig?

· von Hans Sonne vor 4 Stunden

Wenn Herr Ehlert seinen Pflichten als Ratsmitglied nicht nachkommen kann und seine Prioritäten eher in der Parteiarbeit sieht, dann hat er in den Gremien der Stadt Erkrath nichts verloren. Entweder nehme ich ein Mandat an und führe es gewissenhaft aus oder ich lasse es einfach sein. Es ist sehr unhöflich gegenüber einem Gremium und allen anderen Teilnehmern eine Sitzung ohne jegliche Entschuldigung plötzlich zu verlassen und es war ja auch nicht das erste Mal.

o von Detlef Ehlert vor 5 Minuten

Sehr geehrter Herr Sonne (wenn Sie denn so heißen..),
woher wollen Sie wissen und beurteilen, dass ich meinen Pflichten als Ratsmitglied nicht nachkäme? Weil in der WZ auch in dieser Hinsicht Unfug geschrieben stand?
Ich habe nach Ende der Debatte um den Tagesordnungspunkt Mensabauten dringend einem menschlichen Bedürfnis nachgeben müssen: ich musste schlicht zur Toilette.
Als ich zurück kam in den Sitzungssaal, war der WZ-Vertreter weg… Ich nicht.

Da mit dem TOP auch der öffentliche Teil der Sitzung beendet war, Herr Sonnleitner, sowie im nictöffentlichen Teil lediglich Formalien standen, und ich eine Einladung von Bürgerinnen und Bürgern hatte, die mich sprechen wollten, verließ ich die Sitzung. Natürlich nicht ohne mich „ordnungsgemäß“ bei der Protokollantin abzumelden. Aber das, Herr Hildebrandt, haben Sie wohl nicht mitbekommen. Das wäre dann in der Tat nicht das erste Mal, dass Sie was nicht mitbekommen…

· von Aufpasser vor 11 Stunden

Der Artikel ist wieder so einseitig wie nur irgend etwas. 2 Beispiele für Verdrehung und gerichtete Tendenz: Schon lange vor der Absprache mit den Grünen gab es in der Hochdahler SPD eine Mehrheit (nach Abstimmung) gegen die Bebauung der Neanderhöhe.
Nach der Abstimmung im ASKS musste Ehlert den Ausschuss verlassen, weil er eine weitere Terminverpflichtung hatte. So musste ich und weitere Personen über eine halbe Stunde auf ihn warten.
Dieser Artikel: wieder tendenziös und unsachlich!

· von Jan am 08/05/09

Endlich traut sich mal jemand offen zu schreiben, wie das Vorgehen von Herrn Ehlert im Bezug zu den kommenden Kommunalwahlen aussieht.

· von Hallo Erkrath am 08/05/09

Und wieder einmal ein WZ-Artikel gegen den SPD-Kandidaten Ehlert.

· von Obi-Wan Kenobi am 08/05/09

Typisch Ehlert.
Als Tiger gesprungen, als Bettvorleger gelandet.

· von Udo Kampschulte am 07/05/09

LOL!! Wenn das so stimmt, dann ist es eine wirklich schöne Episode aus Dallas! Titel: „Möge die Macht bald mit mir sein!“ Einen Darsteller kenn ich noch: J.R. den Fiesling, die Rolle in Erkrath hat ………..! LOL!!

6 thoughts on “Was Herr Ramcke in der WZ so schreibt (7. Mai 2009) und was in der WZ-online diskutiert wird…

  • Einem Artikel, der noch nicht einmal BILD-Niveau erreicht und den Kommentaren der Kategorie „unterste Schublade“ eilfertiger „Claquere“ weitere Beachtung zu schenken, verbietet sich. Die gespielte Arroganz des Autors und sein Versuch der Unterdrückung ihm mißliebiger Kommentare dokumentiert die zunehmende Unsicherheit und Angst vor möglichen positiven Veränderungen in unserer Stadt.

  • Nur zur Info:
    Um 13.38 am 12.05.2009 fehlten alle Kommentare.
    Ob die Geschichte der Zeitung zu heiß wurde?
    Kann man da nicht mal den Herausgeber um eine offizielle Stellungnahme bitten?

  • Sehr geehrter Herr Ehlert,

    warum wurde Ihre Antwort an Herrn Sonne von der WZ-Redaktion gelöscht?

  • Eine in der Tat unwürdige „Berichterstattung“. Da ziehe ich ja noch eher den RP-Lokalteil vor. Und das will bei mir was heißen!

  • … und wieder einmal zeigt die WZ oder sollte ich besser sagen Herr Ramcke(?), wie man verdrehte und ich muss schon sagen Schein-Wahrheiten und Fehlinformationen in einer geballte Portion Frechheit und Unverschämtheit verpackt.
    WER bitte weist diesen Mann einmal in seine Schranken. Nicht zum ersten Mal formuliert er absolut unter der Gürtellinie, billig und durchschaubar.
    Würde er gut und richtig recherchieren, käme öfters mal was anderes heraus. So aber nutzt er einen einzigen Artikel um gleich mit mehreren Leuten „abzurechnen“. War da nicht z.B. in einer Veranstaltung am 1. April eine Stimme, die offen Versäumnisse und Fehlinformationen des Herr Ramcke dargestellt hatte?? Ich habe mich die ganze Zeit gefragt, ob Herr Ramcke doch ans Denken gekommen ist – oder sich später einmal dafür „rächen“ wird.
    Ach ja, stimmt, hat also doch was von Dallas…

    Ich jedenfalls habe mein ehemaliges Abo der WZ längst wegen solcher Artikel gekündigt – oder soll Herr Ramcke etwa u.a. durch mich noch sein Gehalt finanziert bekommen? Im Gegenteil, ich werde mir ernstlich überlegen einen Brief an die WZ zu schreiben und diese Art des Herrn Ramcke einmal öffentlich zur Diskussion zu stellen. Armes Erkrath, hat es bald doch nur noch diesen unfähigen Tatsachenverdreher als Berichterstatter, gerade jetzt, wo auch noch die Lokalredaktion der NRZ geschlossen wird.
    Bleibt zu hoffen, dass unsere Stadt genügend Menschen hat, die denkend durch die Welt gehen.

    Petra Klemm

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