Was WZ und Ordnungsamt so umtreibt…

"Stein" des Anstoßes...

"Stein" des Anstoßes...

In der WZ-Erkrath-Ausgabe am 4. Februar zu lesen:

Werbung: SPD-Bürgermeisterkandidat Detlef Ehlert wirbt auf Anhängern. Ob die rechtmäßig an Straßenrändern abgestellt werden, prüft zurzeit das Ordnungsamt.

Wer einen Kraftfahrzeuganhängern ohne Zugfahrzeug länger als zwei Wochen parkt, ist um 20 Euro ärmer. Mit den Tiefen des Bußgeldkatalogs ist Detlef Ehlert vertraut und hat dafür gesorgt, dass seine Werbeanhänger vor Ablauf dieser Frist umgestellt werden.

„Da reicht es nicht, wenn der Hänger um fünf Zentimeter versetzt wird, damit sich der Ventilstand ändert“,

stellt die Leiterin des Ordnungsamts, Sylke Sackermann, klar.
Diese Vorgabe hält das Wahlkampfteam des SPD-Bürgermeisterkandidaten ein. Der Ventilstand der mobilen Werbeflächen sorgt denn zurzeit in der Stadt auch für deutlich weniger Gesprächsstoff als deren Existenz als solche.

„Muss das sein?“,

lautet die häufig gestellte Frage nach den Grenzen des guten Geschmacks. Über denn lässt sich bekanntlich trefflich streiten – auch auf juristischer Ebene.

„Wir prüfen kritisch, ob das in Ordnung ist“,

sagt Sackermann. Sie gehe davon aus, dass die Anhänger ausschließlich Werbe- und nicht Transportzwecken dienen.

„Da bewegen wir uns in einer Grauzone.“

Die rollenden Hoffnungsträger der SPD sind aus Sicht Sackermanns auf jeden Fall

„nicht gerade schmückend für die Stadt“.

Außerdem könne es eigentlich nicht im Sinne von Detlef Ehlert sein, wenn er auf diese Weise das Stadtbild verschandle.

Ihr Vorgesetzter, Bürgermeister Arno Werner, ist darum bemüht, den Ball flach zu halten. Wenn er gegen Ehlert und seine Anhänger Stimmung machte, würde ihm unterstellt, die Macht seiner Position zu benutzen, um dem Konkurrenten ums Bürgermeisteramt Druck zu machen. Das weiß er – und sagt:

„Wir wollen nicht übereifrig sein und ständig nachmessen.“

Auf einen Seitenhieb mag er jedoch nicht verzichten:

„Das ist schon grenzwertig.“

14 thoughts on “Was WZ und Ordnungsamt so umtreibt…

  • Sehr geehrter Herr Remy,

    was bitte bedeutet die Frage an Herrn Ehlert, ob er Berufspolitiker ist? Sie wohnen doch wie sie schreiben seit 2006 in Unterfeldhaus und dürften wissen, dass Herr Ehlert den größten Teil seines Lebens und seiner Zeit in und mit der Politik verbunden ist? Würde er sonst zum Bürgermeister kandidieren? Zumindest kommt es doch wohl höchst selten vor, dass ein „nicht Politiker“ sich auf ein solches Amt bewirbt. Ach ja, als Bürgermeister ist er dann auch wieder „Berufspolitiker“! Macht ihn das zu einem Menschen zweiter Klasse? Dann gilt das wohl auch für alle Merkels, Steinbrücks, Grieses und auch für den bisherigen Bürgermeister. Ob die sich dieses Makels bewußt sind?

    Mit verwunderten Grüßen

    G. Schatz

  • Also ich bin fasziniert!
    Da wird den Erkrather Mit-Bürgern die Möglichkeit geboten, dass einmal ohne große Anträge und Bitte-Bitte-machen, Wünsche und Kritik an unserem Erkrath geäußert werden dürfen.
    Tag für Tag höre ich mir in Gesprächen an meinem Arbeitsplatz an, dass „unser Erkrath den Bach runtergeht“, „die Stimmung schlecht ist“, „keiner etwas für Erkrath macht und wir bestimmt bald eingemeindet werden“, „Erkrath unattraktiv ist“ und und und.
    Und nun kommt da jemand daher, stellt ein paar Anhänger auf- sind es tatsächlich drei ??- und fordert deutlich auf „wünsch Dir was“! Und was passiert?
    Statt konstruktive Vorschläge zu machen was man in Erkrath grundsätzlich ändern sollte / könnte, was die Stadt interessanter machen würde…, wird hier ewig destruktiv über das für und wider von ein paar Anhängern diskutiert. Gibt es denn wirklich nichts Wichtigeres? Würde das Beseitigen reichen um Erkrath aus der Asche zu heben? Ist das jetzt Ernst gemeint??
    Ich bin enttäuscht!
    Und ja da stehen sie nun die Anhänger. Wem schaden sie denn nun wirklich?
    Dem Parkplatzsuchenden? Lächerlich – sie stehen nur da wo eh viele Parkplätze sind.
    Dem bisherigen Bürgermeister? Scheint ja nicht so zu sein, denn er hat ja alles in den letzen Jahren perfekt gemacht, weshalb auch nicht viele Wünsche auf dieser Seite hinterlegt werden (oder???).
    Dem Wahlkampfmüden? Bestimmt nicht, der wacht vielleicht auf und erfährt, dass da bald etwas in seiner Stadt ansteht.
    Dem Erkrath-müden? Nein, der guckt eh immer weg.
    Ich meinerseits schließe mich Frau Marschall an, denn mich stören schon immer die ewigen Baumumwickler. Schlecht gemacht, nie abgemacht, zerfetzt und häßlich.
    Bald kommt dann ja auch wieder die Zeit der angekündigten Strandparties . Würden die kritischen Herren hier bitte eingreifen und dafür sorgen, dass die Mädels mit den lasziven Blicken, den nassen und durchsichtigen T-Shirts u.ä. aus dem Stadtbild verschwinden – oder stört sie DAS nicht??
    Ich werde jetzt sicher öfters auf diese Seite gehen und schauen, ob sich neben „persönlicher Kritik“ auch etwas konstruktives einstellt, ansonsten weiß ich ja die Kommentare hier zu werten.
    Ich sage nur „schade meine Herren!“ Ist das von ihnen etwa Wahlkampf???

    Sabine

  • Hallo Herr Ehlert,

    anderen Bürgen die Parkplätze zu belegen finde ich unverschämt. Zudem verschandeln Sie durch Ihre Plakate nur das Stadtbild.

    Martin

  • ich finde die Kfz-Anhänger mit den Wahlplakaten eine gute Idee. Jedenfalls besser als die Pappständer, die um die Laternenmasten oder sonstwo festgemacht werden und dann bemalt oder abgerissen werden. Hier hängen dann die Fetzen runter und das Abgerissene fliegt durch die Gegend. An einen Kfz-Anhänger traut sich keiner dran und sieht wesentlich sauberer aus. Wie man aus den Zeitungen und den Berichten verfolgen kann fällt der Anhänger sogar noch auf. Ob man will oder nicht, man sieht hin. Ist doch ok.

    Gruß Ch. Marschall

  • Hallo Herr Remy,
    dies ist ein Diskussionsforum, genau dafür jedenfalls habe ich es eingerichtet.
    Ich verstehe nicht und halte auch nichts davon, dass oder warum Sie meinen Berufspolitiker herabsetzen zu wollen. Was bezwecken Sie damit?

    Ich jedenfalls will Ihnen gern antworten.
    Ich sehe in Ihrer Nachricht zwei Fragen, ob nämlich alle Menschen gleich behandelt werden und ob die Debatte hier Wahlkampf sei.

    Ich habe ausgiebig geprüft, ob das Aufstellen meiner Kfz-Anhänger rechtlich in Ordnung ist. Und das ist in Ordnung. Übrigens habe ich die Ordnungsamtsleiterin von Anfang der Aktion an darüber informiert. Was Herr Ramcke von der WZ daraus für Sensationsjournalismus zu machen beliebt, ist seine Sache.

    Ich kann auch nicht erkennen, dass da an irgend einer Stelle mit zweierlei Maß gemessen würde. Oder wissen Sie da Anderes?

    Was die zweite Frage angeht: Was soll daran Wahlkampf sein? Es ist ein Beitrag zum Thema. Der muss Ihnen nicht gefallen, ich lasse ihn aber gern zu, denn „zensieren“ will ich auf dieser Seite nicht.

    Ich grüße Sie herzlich
    Detlef Ehlert

  • Sehr geehrter Herr Ehlert,
    sind Sie „Berufspolitiker“ ? = auf ein angesprochenes Thema keine konkrete Aussage machen und direkt mit einem neuen ganz anderen Thema kommen ?!
    Ich finde es einfach nicht in Ordnung, dass ausgerechnet ein Kandidat für das Bürgermeisteramt (der ja einmal unsere Rechtsordnung vertreten will) sich in die umstrittene Grauzone der ‚beweglichen Werbetafeln‘ begibt. Zumindest in Unterfeldhaus haben bereits des Öfteren andere Werbeanhänger gestanden. Wie wollen Sie das künftig vielleicht einmal unterbinden, wenn Sie es selbst tun ?
    Aber das soll hier ja kein Diskusionsforum werden.
    Ebenfalls Grüsse,
    Rüdiger Remy (Neu-Bürger, seit 2006 in Erkrath-Unterfeldhaus)

  • Sehr geehrter Herr Remy,
    dass ich Ihnen noch unbekannt bin, lässt sich ja ändern. Gern bin ich dazu bereit. Was stört Sie denn so an meinen kleinen Wägelchen?
    Das Ordnungsamt mag ja die Rechtmäßigkeit prüfen, wenn die denn nichts Besseres zu tun haben. Ich hielte für angezeigt, dass stattdessen die Bürgerämter beide geöffnet sind/bleiben. Aber dort wird aus Personalmangel der notwendige Service für die BürgerInnen nicht erbracht, die Anlaufstellen für die Leute blieben und bleiben nur „umschichtig“ besetzt und die BürgerInnen stehen vor verschlossenen Türen…
    Das finde ich nicht in Ordnung. Wie sehen Sie das?
    Gruß
    Detlef Ehlert

  • Da will ich heute einfach meinen Unmut darüber ausdrücken, dass der mir unbekannte Herr Detlef Ehlert als Kandidat für das Bürgermeisteramt in Erkrath auch die leider verbreitete Unsitte mitmacht und einen kleinen Anhänger als bewegliche Werbetafel einsetzt. Heute z.B. vor ALDI in Unterfeldhaus. Und siehe da, noch einige andere monieren diese ‚grenzwertige‘ Art. Gleichzeitig kontrollieren ‚Ordnungshüter‘ angeblich ungenehmigt angebrachte Werbeplakate. Nach dem Motto ‚Alle Menschen sind gleich‘ !??
    Und ein mir ebenfalls unbekannter Herr Klaus Wiescher moniniert die Diktion (Ausdrucksweise) eines angeblichen „Pres(!)esprechers“. Ist das auch Wahlkampf ?

  • Zum kritischen Freund…

    1. Woher will der Anonymus die Zahl der eingesetzten Anhänger kennen?
    2. Seine / ihre Kritik ist leider nur destruktiv und die Diktion eher der „unteren Schublade“ zuzurechnen.
    3. Sich zum „Pressesprecher“ der Menschheit zu machen ist anmaßend.
    4. Ein wenig mehr Mumm, seiner / ihrer Meinung ein Gesicht bzw. einen Namen zu geben, ist ihm/ihr zu wünschen.

  • … nun hat ja jeder seine eigene Meinung und seinen eigenen Geschmack, aber lächerlich finde ich die Wahlwerbung von Herrn Ehlert nun absolut nicht. MICH spricht sie an und bringt mal klar auf den Tisch was nötig ist – derzeit z.B. neue Wege für Erkrath. Hat hier „Kritischer Freund“ etwa Angst vor der Realität und mag er etwa nicht aufwachen? Ach ja, und ob die Wahlen nun erst im September stattfinden wird sich schließlich erst rausstellen.
    Wofür im Rahmen der Wahlwerbung welche Partei ihr Geld ausgibt, lieber Kritischer Freund, sollte man doch besser diesen überlassen, oder? Schließlich gängelt Sie auch niemand was SIE mit IHREM Geld machen sollen. Ein bischen Freiraum steht jedem zu!
    Um in Ihrer Art zu schreiben “ wenn Sie Langeweile haben, dann engagieren Sie sich doch ein bisschen aktiv für Ihre Stadt“.

    Freundliche Grüße sendet Gertrud

  • Die Anhänger müssen weg. Sie stören, ihre Botschaften sind lächerlich nichtssagend und im Februar braucht kein Mensch Wahlwerbung für eine Wahl, die höchstwahrscheinlich erst Ende September stattfinden wird.

    Eher müssen wir uns alle die Frage stellen, ob wir wirklich so lange diesen Quatsch ertragen müssen. Jedenfalls scheinen SPD und Herr Ehlert genügend Geld auf dem Konto zu haben, wenn sie sich drei NEUE Anhänger zulegen, diese neu zulassen und diese regelmäßig mit großen Plakaten bekleben. Das Geld hätte man auch besser anlegen können.

  • Die wahren Probleme endlich anpacken!

    Als kleinkarierte Retourkutsche stellt sich das Vorgehen der Leiterin des Ordnungsamtes der Stadt Erkrath in Sachen der „Ehlert-Anhänger“ dar. Hintergrund der „Provinzposse“ dürfte die unlängst vom SPD-Bürgermeisterkandidaten Detlef Ehlert der Stadt schriftlich vorgelegte Dokumentation über aktuelle Defizite im Stadterscheinungsbild sein, in der er das amtierende Stadtoberhaupt um schnelle Beseitigung bittet.
    Anstatt den Bürgerbeschwerden nachzugehen, erfolgt nun der hilflose Versuch, von den dort beschriebenen Missständen abzulenken und den Beschwerdeführer Ehlert öffentlich (siehe Artikel WZ vom 03.02.09, Lokales) anzugehen.
    Da werden die „Grenzen des guten Geschmacks“ herangeführt und auch der Begriff „Verschandelung“ (ugs. für hässlich machen, verunstalten) ist Aussage der Frau Sackermann. Ihr Vorgesetzter, Bürgermeister Werner, gibt sich einerseits generös und weist übereifriges Handeln von sich. Andererseits ist er „eifrig bemüht“, eine persönliche Wertung abzugeben. Sein „Grenzwertig“ (ugs. für gerade noch im Bereich des Erträglichen liegend“) ist vor dem Hintergrund der Eingangs erwähnten Defizite völlig unangebracht.
    Nun mögen Sackermann und Werner persönlich oder dienstlich zu diesem Griff in die „Geschmackskiste“ greifen, eine „Schande“ für die Stadt Erkrath sind die Ehlert-Anhänger keinesfalls. Es wäre aber eine Schande und mehr als grenzwertig, wenn die erkannten Defizite in puncto Pflege der Grünanlagen etc. nicht schnellstens beseitigt würden.
    Klaus Wiescher

  • Da hat sich aber jemand aus dem Rathaus so richtig geärgert. Eine Formulierung wie „Wir prüfen kritisch“ finde ich juristisch etwas seltsam. Rechtmäßig oder rechtswidrig, da muss man nicht kritisch sein. Kritisch hört sich so nach einem Auftrag an….

  • Hallo,
    die paar Anhänger stören doch keinen Menschen. Darüber einen Artikel in der Zeitung zu schreiben, ist dämliche Rumstänkerei, mehr nicht. Der Zeitung scheinen die Themen auszugehen.
    Die liebe Sylke Sackermann sollte mal lieber dafür sorgen, dass in der Stadt nicht so viel Müll herum liegt. Oder dass die Bürgerbüros regelmäßig geöffnet haben.
    Gruß
    Andy

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